Nepalhilfe: „Nach Erdbeben hilft jeder Euro zählt“

Ulli Glocknitzer sammelte bereits 81.000 Euro für das 2015 vom Erdbeben zerstörte Land – diese Hilfe darf nicht abreißen.

Erstellt am 05. Mai 2018 | 05:27
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Alles kaputt. Ulli Glocknitzer (r.) und ihre Schwester Tina Lang setzen sich für die Ärmsten der Armen in Nepal ein.
Foto: BVZ, zVg

Das große Erdbeben in Nepal, mit einer Stärke von 7,9, jährte sich am 25. April zum dritten Male. Die Mattersburgerin Ulli Glocknitzer initiierte damals eine Spendenakton, die bis heute läuft.

„Der bisherige Spendeneingang hat mittlerweile 81.000 Euro gebracht. Es ist für uns unvorstellbar, wie vielen Menschen dadurch in der zerstörten Region schon geholfen werden konnte“, so Glocknitzer, die weiterhin um Unterstützung bittet.

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„Diese Menschen, die ihr gesamtes Hab und Gut verloren haben, sind nach wie vor auf Spenden angewiesen. Schon mit 20 Euro kann eine Familie dort einen Monat leben“

Vor Ort organisiert wird die Spendenaktion von Tina Lang, der Schwester von Ulli Glocknitzer. Lang lebt seit 28 Jahren in Kathmandu und verwaltet über die Organisation Rangjung Yeshe Shenpen, welche unentgeltlich und ohne Profit für Straßenkinder, alte Menschen und ärztliche Hilfe Spenden sammelt, die Gelder.

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BVZ

„Nach drei Jahren, gibt es noch immer Nepalesen, die in Wellblechunterkünften leben. Etwa 80 Prozent der Häuser sind entweder wieder aufgebaut oder sind dabei wieder aufgebaut zu werden. Die Regierung hat zwar 3.000 Dollar pro Familie versprochen, aber bei vielen ist noch nichts eingelangt. Abgesehen davon, kann dieser Betrag nur einen kleinen Teil des Wiederaufbaus decken. So müssen die Menschen in Nepal Kredite aufnehmen, die Zinsen belaufen sich auf etwa 30 bis 40 Prozent. Man sieht besonders den Menschen in den Bergen an, wie viel Leid es noch gibt,“, berichtet Lang.

Das Spendengeld gelangt direkt 1:1 an die Hilfsbedürftigen. Spendenkonto: „Erdbebenopfer Nepal“, IBAN: AT 80 19 620 00 1010 38610, BIC: CBMUAT21, Commerzialbank Mattersburg.