Neuausrichtung: Einkaufszentrum als Business-Center. Statt Handelsgeschäften sollen kleine Unternehmen und EPUs ins MEZ einziehen. Verein verhandelt über Kauf.

Von Bettina Eder. Erstellt am 06. September 2017 (05:48)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Neues Konzept.Ulrike Horky und Eva Herzog (r.) vom Verein Social b2b wollen das MEZ kaufen.
BVZ, Eder

Das Mattersburger MEZ, das seit Jahren nach Mietern, Besuchern und Frequenz sucht, steht offensichtlich vor einem Neubeginn: Seit mehr als einem halben Jahr arbeitet der Verein Social b2b hinter den Kulissen an einem Projekt mit dem MEZ, nun wird intensiv mit den Besitzern des Gebäudes verhandelt.

Eva Herzog vom Verein Social b2b betont: „Wir möchten das MEZ mit einem Business Center beleben, welches speziell darauf ausgerichtet ist, Ein-Personen UnternehmerInnen (EPUs) mittels durchdachtem Konzept zur Existenzsicherheit und somit zu Work-Life-Balance zu verhelfen.“

„Modell ist einzigartig in Österreich“

Herzog führt weiter aus: „Dieses in Österreich einzigartige Modell bietet EPU’s einerseits ein Zentrum für Vernetzung, Coworking Spaces und einen Pop Up Store, der tage-, wochen- oder monatsweise gebucht werden kann. Andererseits stellen wir als Plattform gebündelte Werbeaktivitäten und Social Media Marketing, sowie die gemeinsame und somit kostengünstigere Nutzung von Ressourcen (wie z. B. Beratung in Business-Fragen, Persönlichkeitscoaching uvm.) zur Verfügung.“ Zudem plane der Verein regelmäßige Veranstaltungen und ein Gesundheitszentrum.

Bereits Gespräche mit Bezirkshauptmannschaft

Man führe bereits Gespräche mit der Bezirkshauptmannschaft, um möglichst rasch mit den notwendigen Umbauarbeiten beginnen zu können. Parallel dazu kommunizieren Herzog und ihre Mitstreiter mit Politik und Wirtschaft: „Bis jetzt waren alle begeistert und haben ihre Unterstützung zugesagt.“ Finanziert soll das Projekt über Förderungen und Beteiligungen von Nutzern werden, Träger des Vereines soll eine eigenes dafür eingerichtete GmbH werden. „Das ist vielleicht die letzte Chance für das MEZ, Stadt und Land müssen sich daran beteiligen“, stellt ÖVP-Vize Michael Ulrich fest.