Nichtraucher-Regelung: „50 Prozent Rückgang“

Nach vier Monaten „rauchfrei“ wird im Rucki Zucki und dem Café Amerika von enormen Umsatzeinbußen berichtet.

Erstellt am 07. März 2020 | 04:50
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Regierung will kein generelles Rauchverbot in der Gastronomie Symbolbild Rauchverbot
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Foto: APA (Fohringer)

Nach langjährigem Hin und her gab es Ende vergangenen Jahres eine einheitliche Raucherregeglung bei der Gastronomie: Seit 1. November trat dort ein generelles Rauchverbot in Kraft. Bereits zu diesem Zeitpunkt sprach sich ein Großteil der Wirte dagegen aus. Vier Monate später gibt es zum Teil einen großen Rückgang.

„Wir haben einen Rückgang von 50 Prozent. Wir haben nur mehr die halbe Belegschaft. Wie es weitergeht, wissen wir nicht“, wird aus dem „Rucki Zucki“ berichtet. Jenes Gerücht, wonach man zusperrt, wird nicht bestätigt. „Die Chefin ist nun einmal drei Wochen auf Kur. Dann werden wir sehen, wie es weitergeht.“

Café Amerika hofft auf den Gastgarten

Beim Café Amerika sieht es ähnlich aus. „Wir haben auch auf jeden Fall Einbußen von 50 Prozent. Die Stammgäste sind nach wie vor bei uns, dennoch bleiben sehr viele Gäste weg“, berichtet Chefin Timea Katona. „Wir hoffen nun auf den Sommer. Wenn es wärmer wird, können wir unseren Gastgarten öffnen, dort darf geraucht werden.“

Florianihof-Chef Alfred Bandat berichtet ebenso einen Rückgang. „Prozentuell kann ich es nicht beurteilen. Nach dem Mittagsbuffet kamen die Gäste an die Bar, um dort Kaffee zu trinken und zu rauchen. Nun rauchen sie vor dem Lokal. Das Bargeschäft fällt zu einem Großteil weg.“

Bei Konditormeister Michael Harrer stellt sich die Situation anders dar. Im Sommer 2018 vebannte er den blauen Dunst aus seiner Konditorei in der Judengasse. Nach Umsatzeinbußen bot er vier Monate später wieder einen Raucherbereich an, ehe er mit dem neuen Rauchergesetz wieder umstellen musste. „Mein Umsatz ist nicht eingebrochen. Die Nichtraucherregelung kommt bei unseren Gästen sehr gut an“, berichtet Michael Harrer.