Sozialprojekt: Bereits 33 freiwillige Helfer. Nach dem Gemeinderatsbeschluss, einem Infoabend und weiteren Treffen folgt der Start im ersten Quartal 2019.

Von Christoph Plattensteiner. Erstellt am 10. Oktober 2018 (04:06)
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Helfende Hände. Die Mattersburger zeigen sich sozial engagiert.
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Das ehrenamtliche Projekt „Nachbarschaftshilfe plus“ hat sich zum Ziel gesetzt, älteren Leuten mit Fahr-, Besuch- und Begleitdiensten sowie Pflegeleistungen vor das Leben zu erleichtern.

Das Vorhaben wurde bereits am 27. September in der Gemeinderatssitzung beschlossen – ein Infoabend folgte am 3. Oktober. Bis Montag, den 8. Oktober, haben sich 33 Personen zur ehrenamtlichen Mitarbeit bereit erklärt.

Viele Gründe für die Notwendigkeit

Bei einer Präsentation auf der Gemeinderatssitzung erläuterte Astrid Rainer, Koordinatorin des Vereins, das Konzept der Nachbarschaftshilfe. Unter dem Titel „Brauchen wir das?“ erörterte Rainer die Ursachen für ein notwendiges Miteinander. Diese sind die demografische Entwicklung, veränderte Familienstrukturen, erhöhter Pflegebedarf und das Im-Wettbewerbstehen der einzelnen Gemeinden.

Zuvor ist ein Fragebogen per Post an ausgewählte Bürger der Gemeinde gegangen, die ihre Wünsche und Anregungen preisgaben. In der Auswertung der rücklaufenden Formulare folgte an erster Stelle der Wunsch nach einem Notfalldienst.

Astrid Rainer führt aus, dass beim Projekt „ein Standortkoordinator in einem Büro sitzt und die Einsätze untereinander abstimmt.“ Die Gemeinde Hirm hat das Sozialprojekt ebenfalls im Gemeinderat beschlossen, Sigleß und Zemendorf/Stöttera sollen am 15. Oktober folgen.

Die Finanzierung ergibt sich mittels Förderungen von EU, Bund, Land und Spenden. „Die Gemeinden haben dazu als Sicherheit 25.000 Euro bereitzustellen, die aber fast nie aufgebraucht werden“, so Rainer. Das überschüssige Geld wird am Jahresende zurückerstattet.

Erste Helfer haben sich gemeldet

Auf den Gemeinderatsbeschluss folgte am 3. Oktober ein Informationsabend im Florianihof Mattersburg. Laut Bürgermeisterin Ingrid Salamon waren auf der Veranstaltung 20 bis 25 Personen zugegen.

Das Interesse steigt, denn Annemarie Lehrner von der Gemeindeverwaltung bestätigt, dass, „sich bereits 33 Leute gemeldet haben.“ Am 16. Oktober wird eine Besprechung mit den Freiwilligen erfolgen. Der Projektstart ist mit dem ersten Quartal 2019 vorgesehen.