Sozialprojekt "Mein Laden" in die City umgesiedelt. Projektleiter Christoph Haider zieht erste Bilanz und bewertet neuen Standort positiv.

Erstellt am 18. August 2018 (05:10)
BVZ
Projektleiter Christoph Haider mit den beiden Verkäuferinnen Melanie Kaib und Katharina Stich freuen sich auf viele interessierte Kunden.

Seit 3. April dieses Jahres hat das Geschäft Mein Laden in der Michael Koch-Straße 43 seine Pforten geöffnet. Der alte Standort beim Fachmarktzentrum an der Bundesstraße musste aufgegeben werden, weil ein neuer Eigentümer den Mitvertrag nicht verlängert hat.

Projektleiter Haider zieht eine gute Bilanz

„Wir sind sehr zufrieden, sogar die Verkaufszahlen sind leicht angestiegen“, erzählt Projektleiter Christoph Haider und führt weiter aus: „Wir haben viel mehr Laufkundschaft, sogar vermehrt auswärtige Kunden aus der Steiermark und Niederösterreich. Durch Mundpropaganda, die neue Homepage und die Facebook-Seite konnten wir neues Publikum gewinnen.“ Das Mein Laden-Team wollte vom Image loskommen, nur für die „kleinen“ Leute da zu sein.

Die Kritik, es gebe keine Parkplätze, weist Haider zurück. „Sogar während der Geschäftszeiten sind immer ein bis zwei Plätze frei. Anfangs hatten wir Probleme mit dem Lager, doch hier haben wir mittlerweile eine Lösung gefunden.“

Entgegen Gerüchten besteht der Haus-, und Gartenservice nach wie vor. Im Gegenteil, die Auftragsbücher seien voll.

Neue Ideen sollen Interesse bei Jugend wecken

Ein Manko sei allerdings, dass „wir noch nicht so richtig die Jugend begeistern konnten. Der Grund dafür ist uns unklar, denn in Großstädten wie in Berlin und Wien funktioniert Second Hand.“ Die für den Shop Verantwortliche, Monika Flackl, veranstaltet in Kürze zwei besondere Aktionen, um junge Kunden zu akquirieren. „Wir veranstalten am 17. August ein Late Night Shopping mit einem am nächsten Vormittag stattfindenden Frühstück bei Tiffany“, so Flackl.

Mitte September ist eine weitere 1 Euro-Woche geplant, bei der die Kunden günstig Kleider, Geschirr, Bücher uvm. erwerben können. So wie Christoph Haider kann Frau Flackl dem Umzug Positives abgewinnen: „So war es mir möglich, den Shop frei zu gestalten und auf die Kundenwünsche abzustimmen.“