Sport 2000 Lehner: Ende nach 75 Jahren . Das Sportartikelgeschäft in der Mattersburger Bahnstraße wird nach dem Abverkauf schließen. Vereinsgeschäfte werden auch nach dem Abverkauf abgewickelt.

Von Richard Vogler. Erstellt am 07. Februar 2021 (17:50)
Wicky Hesch: „Da gibt es viele Gründe. Der Lockdown mit dem Umsatzausfall und auch das Internet ist eine große Konkurrenz", so Hesch über die Gründe für das Schließen des Geschäftes
Richard Vogler

Mit dem Ende des Lockdowns dürfen ab Montag die Handelsbetriebe wieder öffnen. Ihre Waren anbieten wird auch Wicky Hesch in ihrem Sport 2000 in der Mattersburger Bahnstraße. Nach dem Totalabverkauf ist jedoch Ende, das Geschäft wird nach 75 Jahren geschlossen. Wann dies genau sein wird, ist noch offen. „Durch den zweiten und dritten Lockdown hat sich der Abverkauf immer nach hintern verschoben. Das macht eine Planung unmöglich“, so Hesch, die darauf hinweist, dass „Vereinsgeschäfte auch nach dem Abverkauf abgewickelt werden.“ Stichwort Abverkauf: Hier gibt es Schnäppchenangebote von Minus 50 bis Minus 80 Prozent auf das bestehende Sortiment, aber nur solange der Vorrat reicht.

"Schweren Herzens die wirtschaftliche Entscheidung treffen müssen"

Die Gründe für das Ende des Traditionsfachgeschäftes? „Da gibt es viele. Der Lockdown mit dem Umsatzausfall und auch das Internet ist eine große Konkurrenz. Ich denke, dass der Online-Handel noch stärker zunehmen wird. Daher habe ich schweren Herzens die wirtschaftliche Entscheidung treffen müssen“, so Hesch. Generell wird es für die Sportartikelbranche immer schwieriger. „Die eigenen Lieferanten forcieren ihre Online-Plattformen und Flagship-Stores. Da bist du als kleiner Händler nicht mehr interessant.“

Für den Handel gab es infolge von Corona große Ausfälle. Gab es ausreichend Unterstützung von der Regierung? „Mit den Förderungen bin ich trotzdem über die Runden gekommen.“

Das Sportartikelgeschäft wurde von Hedwig Lehner gegründet, dann von deren Tochter Hedwig Jakubec übernommen, nun führt Wicky Hesch den Betrieb, seit 31 Jahren ist sie beim Geschäft dabei. Wicky Hesch war vier Jahre lang Obfrau des Einkaufstreffpunktes (Vereinigung der Innenstadtunternehmer). Von Seiten der Stadtgemeinde hätte sie sich für die Innenstadt mehr „Engagement gewünscht. Ohne das langjährige Engagement des Einkaufstreffpunktes hätte zum Beispiel keinen Christkindlmarkt und andere Veranstaltungen gegeben.“