Sprung rettete Polizisten bei Verfolgungsjagd das Leben. Psychisch kranke Frau aus dem Bezirk lieferte sich mit Beamten wilde Verfolgungsjagd – bei Pinggau gestoppt.

Von Helga Ostermayer. Erstellt am 01. November 2017 (05:37)
APA (Gindl)
Die Polizei fahndet nach den Verdächtigen

Vor Kurzem lieferte sich eine offensichtlich psychisch kranke Frau aus Mattersburg in der Oststeiermark (Pinggau) eine Verfolgungsjagd mit der Polizei. Dabei hätte sie um ein Haar einen Polizisten niedergefahren, sie beschädigte außerdem zwei Streifenwägen. Begonnen hat alles in Aspang (NÖ), wo die Fahrzeuglenkerin bereits einer Streife wegen ihrer unsicheren Fahrweise auffiel.

Wilde Verfolgungsjagd durch drei Bundesländer

Danach flüchtete sie über die B 54 in die Steiermark, wo sie es im Bereich Pinggau schaffte, eine Straßensperre zu umfahren. „Wir sperrten mit dem Dienstauto die Straße ab und zwei Kollegen stellten sich zudem links und rechts auf der Straße auf. Die Frau zeigte jedoch keine Anstalten anzuhalten und ist auf einen Kollegen zugefahren, der sein Leben nur mit einem Hechtsprung zur Seite retten konnte“, so der Kommandant der Polizeiinspektion Friedberg, Harald Ehgartner.

Flüchtige Frau rammte weitere Polizeiautos

Auf der folgenden 20 Kilometer langen Flucht rammte die Frau zwei weitere Polizeiautos, die sie zum Anhalten zwingen wollten, in dem sie den Wagen der Flüchtenden von links und rechts einkeilten. Bei diesem gefährlichen Manöver – noch dazu bei Gegenverkehr – konnte die Verwirrte erst beim zweiten Anlauf von den Beamten gestoppt werden. „Die Lenkerin war nicht ansprechbar, sie hat nur gebetet und getanzt“, so der Chef des Friedberger Postens, der von Glück redet, dass keine Personen zu Schaden kamen. Die Mattersburgerin wurde in eine Nervenklink eingewiesen.