Verhungern als Strafe. Alexandra Schleischitz schrieb ein Buch über Bulimie, das Schüler der HAK-Mattersburg als Diplomarbeitsthema nahmen.

Von Helga Ostermayer. Erstellt am 08. September 2017 (05:48)
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HAK-Projekt. Murat Akar, Alexandra Schleischitz, Nina Schuber, Recep Sevinc und Harald Schleischitz.
BVZ

Eine Schülergruppe der 5 AK der Handelsakademie Mattersburg – Murat Akar, Nina Schuber, Recep Sevinc und Daniel Schandl – nahm sich das Buch der Eisenstädter Autorin Alexandra Schleischitz mit dem Titel „Zur Strafe verhungere ich jetzt“ zum Thema ihrer Diplomarbeit, die sie bei Professorin Gerlinde Gabriel schreiben. Sie organisieren hierfür auch eine Lesung an der Schule sowie eine weitere im Café Savio. 

Die 32-jährige Autorin aus Eisenstadt litt in ihrer Jugend an Magersucht und Bulimie. „Ich habe einige Krankenhausaufenthalte hinter mir sowie mehrere Jahre Psychotherapie“, spricht sie offen über ihren Leidensweg, um anderen Betroffenen Mut zu machen. Sie hat die Geschichte ihrer Erkrankung niedergeschrieben, nun kamen ihre Notizen in Buchform heraus. Sie scheut sich darin nicht, auch von ihren Suizidversuchen zu berichten. Aber sie gibt nicht auf und wird wieder ganz gesund.

„Ich begab mich auf Familienspurensuche“

Dieses Buch erzählt die wahre Geschichte eines Mädchens, wie die Autorin selber sagt, das losging, um seine heile Welt zu retten und mit einem reparierten Herzen zurückkehrte. „Ich begab mich auf Spurensuche in meiner Familiengeschichte, um zu verstehen, warum ich krank wurde“, schildert sie. „Ich konnte diese Frage für mich beantworten und nehme die Leser mit auf eine Zeitreise, um ihnen meine Krankengeschichte verständlich zu machen“, so Schleischitz.

Sie fährt fort: „Ich möchte mich dafür einsetzen, das psychosomatische Erkrankungen wie etwa Bulimie und Magersucht nicht länger in der Öffentlichkeit als Tabuthemen behandelt werden“, erklärt die Eisenstädterin, für die es, wie sie sagt, unglaublich befreiend war, diese Geschichte in Buchform aufzuschreiben.