Was sich 2019 im „70er-Haus“ tun wird. Neue Ausstellungen werden vorbereitet – vom Weinbau in der Stadt bis zum „langen Weg Mattersdorfs zu Österreich“.

Von Helga Ostermayer. Erstellt am 28. Dezember 2018 (04:00)
NOEN, Vogler
70er-Haus Mattersburg

Georg Luif und Anna Benedek sowie das Team vom „70er-Haus der Geschichte“ haben bereits das Programm für das kommende Jahr für Geschichtsinteressierte vorbereitet. Eine ganze Reihe von Ausstellungen mit Lokalbezug wird den Besuchern die Vergangenheit bildlich vor Augen führen.

So sind folgende Ausstellungen in Planung: „Mattersburger Herzstücke – Dokumente des Stadt- und Landesarchives“, „Otto Glöckel – Bildungs und Schulreformer mit Mattersburger Wurzeln“, „Post und Briefmarke in Mattersburg seit 1918“, „Erinnerungen an die Gasthauskultur“ sowie „70 Jahre Sportunion“.

Bei den sogenannten „Kuchlkonferenzen“ wird über das Thema Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene sowie über das Vergessen gesprochen. Weitere Themen sind der „Architektenexpress“ und der Heurige und der Weinbau in Mattersburg.

Das Thema „Der lange Weg Mattersdorfs zu Österreich“ – Spuren im Jahr 1918/1919 für die Angliederung an Österreich“ wird für die Jahre 1920 und 1921 fortgesetzt.

„Die Otto-Glöckel-Ausstellung und ,Der lange Weg Mattersdorfs zu Österreich‘ werden sicherlich die Highlights 2019 sein“, so Georg Luif. „Bei uns schwanken die Besucherzahlen zwischen 30 bis 70 Personen, das hängt ganz vom Thema ab. Es hat sich aber schon eine ‚Stammgästegruppe‘ gebildet. Leider haben wir zu Jugendlichen wenig Zugang. Wahrscheinlich beginnt das Interesse für Geschichte erst mit dem Alter“, bedauert Luif. Das „70er-Haus der Geschichte“ öffnet den Blick auf lokale Geschichtsdarstellungen. Es ist Informationsstelle, Archiv, Kontakt- und Ansprechort für diejenigen, die die Vergangenheit erforschen und daraus Fragen für die Zukunft stellen.

Das Haus als burgenländischer Streckhof gibt Einblicke in die Lebensform und Arbeitsweise einer Kleinhäuslerfamilie mit Waschküche, Scheune, Ziegen- und Schweinestall. Ausstellungen über Wirtschaft, Kultur, Politik und Kunst in Mattersburg erzählen Geschichten über die Entwicklung des Ortes.

Die „Kuchlgespräche“ zu den Ausstellungen vertiefen diesen Einblick. Ein Archiv von Filmen, Dokumenten, Büchern oder Zeitzeugengesprächen ermöglicht Besuchern den Zugriff auf geschichtliche Information an einem Ort.