Erstellt am 11. Juli 2018, 05:00

von Doris Fischer

In sechs Monaten sechsmal ohne Schein erwischt. Unter Drogeneinfluss, ohne Führerschein und mit gestohlenen Kennzeichen war ein 22-Jähriger mit seinem nicht zugelassenen Auto auf der S31 unterwegs – nicht zum ersten Mal.

Symbolbild  |  BMI/Pachauer

Nachvollziehbar ist das Vorgehen eines 22-Jährigen aus dem Bezirk nicht. Der junge Mann wurde im Zuge der Schwerpunktkontrolle der Landesverkehrsabteilung in suchtmittelbeeinträchtigtem Zustand ohne gültige Lenkerberechtigung mit einem nicht zum Verkehr zugelassenen Fahrzeug mit in Wiener Neustadt (Niederösterreich) gestohlenen Kennzeichen angehalten. Er war auf der S31 in Richtung Oberpullendorf unterwegs.

„Es war das sechste Mal in den letzten sechs Monaten.“

Und das nicht zum ersten Mal. „Er hat am Wiener Neustädter Hauptbahnhof die Kennzeichen gestohlen“, stellt der stellvertretende Leiter der Landesverkehrsabteilung, Friedrich Tinhof, fest und ergänzt: „Es war das sechste Mal in den letzten sechs Monaten.“

Dass der Mann noch nicht aus dem Verkehr gezogen werden konnte, liegt an der Gesetzgebung. „Der Diebstahl der Kennzeichen ist ein Fall für das Gericht. Dass er ohne Führerschein und unter Drogen unterwegs war, ist ein Verwaltungsvergehen und wird mit einer Geldstrafe geahndet“, erklärt Tinhof.

Natürlich werde die Verwaltungsstrafe von Fall zu Fall höher, bestätigte der Mattersburger Bezirkshauptmann Werner Zechmeister. „Kann er die Verwaltungsstrafe nicht zahlen, dann kann es zu einer Ersatzstrafe, einem Gefängnisaufenthalt von bis zu sechs Wochen kommen.“ Das Auto könne man nicht beschlagnahmen. Dazu fehlt der Exekutive das Recht. Die Geldstrafe könne laut Zechmeister bis zu 2.100 Euro reichen. Ein Führerschein der Gruppe B hingegen wäre schon um rund 1.200 Euro zu haben. „Man kann ihn aber auch nicht zwingen, den Führerschein zu machen“, betont der Bezirkshauptmann. Wie oft die Exekutive es noch mit dem 22-Jährigen zu tun haben wird, sorgt derzeit für Diskussionen. „Hoffentlich kommen keine Menschen zu Schaden“, hofft der Bezirkshauptmann.