Neudörfler mit Gedicht über den Sommer in Sammelband aufgenommen

Erstellt am 12. Juni 2022 | 05:45
Lesezeit: 3 Min
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Roman Moser schreibt seit seiner Bundesheerzeit Gedichte. Zwölf davon sind bereits in verschiedensten Gedichtsammelbänden erschienen.
Foto: Artner
Roman Moser schreibt Gedichte. Eines seiner Werke, „Sommer“, wurde nun im Sammelband „Ausgewählte Werke XXIV“ des Frankfurter Verlags „Bibliothek deutschsprachiger Gedichte“ aufgenommen.
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Seit ungefähr vierzig Jahren schreibt Roman Moser Gedichte. „Angefangen hat es beim Bundesheer. Da ist es plötzlich über mich gekommen. Ich hatte einige sehr gute Einfälle.“ Über hundert mal kürzere, mal länger Werke sind seitdem entstanden. Dass Moser das Handwerk der Sprachkunst versteht, wird an seinen Veröffentlichungen deutlich.

Zwölf seiner Gedichte sind in diversen Sammelbänden erschienen, die nicht nur im Buchhandel vertrieben werden, sondern auch in namhaften Universitätsbibliotheken aufliegen. Zuletzt erschien eines seiner Gedichte, „Sommer“, in der Anthologie „Ausgewählte Werke XXIV“ des Frankfurter Verlags „Bibliothek deutschsprachiger Gedichte“.

Alljährlich, erklärt Moser, gibt es dort eine Ausschreibung, bei der Dichter und Dichterinnen ihre Werke einreichen können. Eine Fachjury entscheidet anschließend über eine mögliche Aufnahme. Mit seinem Gedicht „Sommer“, das er vor zwei Jahren schrieb, überzeugte Roman Moser auf ganzer Linie.

In dem Antwortschreiben des Verlags an den Bad Sauerbrunner hieß es: „Ihre Einsendung erzeugt in zweifellos eigenständigen Einfällen eine sprachliche Leistung, die aus der Menge hervorragt. Mit einer fein nuancierten Sprache unterstreichen Sie die poetische Wirkung Ihrer Verse.“

Sehr ansprechend, heißt es weiter, empfand die Jury die Formulierung: „Geschmückt ist die Natur durch Blumen und Pflanzen / dort wo die Sonnenstrahlen tanzen.“ Es sei offensichtlich, dass Moser sein „poetisches Handwerk beherrscht.“ Im Ganzen zeigt sein Beitrag „ein recht ausgewogenes Bild, bei dem positiv auffällt, dass Ihre sprachliche Vielfalt weit gediehen ist.“

Ihre Einsendung erzeugt in zweifellos eigenständigen Einfällen eine sprachliche Leistung, die aus der Menge hervorragt .“

Seine Einfälle notiert Moser zuerst auf kleinen Zettelchen. Später, wenn er sie für vollendet betrachtet, tippt ein Freund von ihm die fertigen Gedichte am Computer ab. Für ein Gedicht braucht Moser ungefähr fünfzehn bis zwanzig Minuten, sagt er. Hilfsmittel wie Reimwörterbücher oder Ähnliches benötigt er nicht: Alles entspringt seiner eigenen Gedankenwelt. Derzeit gönnt sich Moser eine kreative Pause, ein Gedicht ist nicht in Arbeit.

Der Sommer ist für ihn eine große Quelle der Inspiration. „Ich mag aber auch den Frühling und den Herbst. Über den Winter habe ich bisher eher weniger geschrieben.“ Früher hat er auch Gedichte anderer Dichter gelesen. „Von Hermann Hesse zum Beispiel oder auch Gedichte von Hildegard von Bingen.“ Heute konzentriert er sich vor allem auf sein eigenes Schaffen. Im Eigendruck verlegt er einige seiner ausgewählten Werke in einem Sammelband auch selbst. „Ungefähr 250 davon habe ich schon verkauft.“ Eine zweite kreative Ader besitzt Moser in Form der Malerei. Auch hier hat er schon Abnehmer einiger seiner Bilder gefunden.

Beruflich war Roman Moser früher als gelernter HTL-Nachrichtentechniker tätig. Derzeit lebt er im Pflegeheim Neudörfl. Dort kann auch nach den Gedichtbänden von Roman Moser angefragt werden.

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