Neuer Tourismusverband gegründet. Die Delegierten des Tourismusverbands Mittelburgenland-Rosalia wählten aus ihrer Mitte einen Vorstand. Ein Geschäftsführer wird per Ausschreibung gesucht.

Von Michaela Grabner. Erstellt am 22. April 2021 (04:00)
Vorstand des Tourismus-Regionalverbands Mittelburgenland-Rosalia. Günter Kurz, Roman Kainrath, Werner Cerutti, Didi Tunkel, Gerhard Hutter und Christian Gradwohl nach der konstituierenden Sitzung.
Dank, Dank

Im Vinatrium Deutschkreutz fand am Donnerstag vergangener Woche die konstituierende Sitzung des neuen Tourismusverbandes Mittelburgenland-Rosalia statt. Wie die BVZ berichtete, werden auf Basis des neuen burgenländischen Tourismusgesetzes, das seit dem 19. Februar in Kraft ist, die bestehenden Tourismusverbände umstrukturiert.

Drei regionale Tourismusverbände

Anstelle von 15 kleinstrukturierten Verbänden wird es ab 1. Juli 2021 drei regionale Tourismusverbände im Burgenland geben: Nordburgenland, Mittelburgenland-Rosalia und Südburgenland. Ziel ist es, drei größere Einheiten, dynamische Verbände und schlankere Strukturen, die unter anderem effizienteren Mitteleinsatz gewährleisten sowie kürzere Kommunikations- und Entscheidungswege zu schaffen.

Nach der Stärke im Wahlkreis konnten die Parteien jeweils 36 Delegierte in die Vollversammlungen der Verbände entsenden – im Verband Mittelburgenland Rosalia waren dies 21 von der SPÖ, 11 von der ÖVP, 2 von der FPÖ und 2 von den Grünen. Aus deren Mitte wurden dann fünf Vorstandsmitglieder gewählt, wobei der Vorsitzende mit Burgenland Tourismus-Geschäftsführer Didi Tunkel bereits im Vorfeld feststand, um so die Wege in die Chefetage von Burgenland Tourismus zu verkürzen.

Die fünf weiteren Vorstandsmitglieder sind im Tourismusverband Mittelburgenland-Rosalia die beiden Landtagsabgeordneten Roman Kainrath aus Strebersdorf und Gerhard Hutter aus Bad Sauerbrunn, gleichzeitig Bürgermeister des Kurorts, Werner Cerutti, Geschäftsführer der Sonnentherme Lutzmannsburg-Frankenau und des Hotels Sonnenpark, Hotelier Günter Kurz aus Oberpullendorf, der dort das gleichnamige Sporthotel und in Lutzmannsburg ein Thermenhotel betreibt und bis zur Auflösung Ende Juni noch Obmann des Tourismusverbandes Lutzmannsburg Mittelburgenland ist, sowie Christian Gradwohl aus Deutschkreutz, Obmann des Vereins Blaufränkischland Pur.

Während sich die Vollversammlung in größeren Intervallen – 2021 mindestens zweimal – trifft, um Strategien und Finanzen sowie aktuelle Themen mit dem Vorstand zu besprechen und freizugeben, so bilden die Vorstände ein operatives Gremium, das in engem Austausch stehen wird. Der Sitz des Verbandes wird in Neutal sein. Ein Geschäftsführer wird noch gesucht, die Ausschreibung startete diese Woche.

„Die Aufbruchsstimmung begeistert mich. Man spürt, dass uns die Kolleginnen und Kollegen in den Regionen verstehen, voll unterstützen und es besteht die Chance, dass das Lagerdenken rasch verschwindet“, meint Burgenland Tourismus-Geschäftsführer Didi Tunkel nach der Konstituierung der drei Regionalverbände. „Uns eint die Mission: Alles zu tun, um mehr Gäste und Wertschöpfung ins Burgenland zu holen.“