Siglesser Vizebürgermeisterin in Quarantäne. Uli Kitzinger und Ehemann in Sigleß 14 Tage in Isolierung.

Von Richard Vogler. Erstellt am 19. März 2020 (16:00)
Uli Kitzinger und Ehemann in Sigleß 14 Tage in Isolierung
BVZ

Die Siglesser Vizebürgermeisterin Uli Kitzinger reiste mit ihrem Mann am 7. März nach Ischgl, am Freitag der Vorwoche traten die beide ihre Heimreise an.

„Bei uns war es um nur wenige Stunden um, dass wir nach Hause konnten“, berichtet Kitzinger. „Am Donnerstag wurde bekannt, dass am Samstag die Skilifte gesperrt werden, wir entschieden uns dann für die Abreise am Freitag.“ Samstag meldete sich das Ehepaar, mittlerweile wieder in Sigleß angekommen, bei der Corona-Hotline unter 1450.

„Der Amtsarzt hat dann alles in die Wege geleitet. Vom Roten Kreuz wurde meinem Mann eine Speichelprobe abgenommen“, berichtet Kitzinger, von der kein Test abgenommen wurde. „Mein Mann hatte die Woche vorher Schnupfen, bei mir gab es keine derartigen Symptome“, so Kitzinger, warum bei ihr keine Probe abgenommen wurde. Am Dienstag dieser Woche erhielt das Paar die Rückmeldung, dass das Test-Ergebnis negativ ausgefallen ist. „Man versucht zwar, sich nicht verunsichern zu lassen. Dennoch ist man bis das Ergebnis kommt etwas beunruhigt und danach atmet man etwas auf.“

Kitzinger kam in Ischgl an, als vom Coronavirus noch keine Rede war. „Bis Mittwoch der Vorwoche hat man das Ganze in Ischgl eigentlich nicht ernst genommen. Am Mittwoch wurde die Sache in der Bar in den Medien publik, am Donnerstag die Bar gesperrt.“ Jene Meldungen, dass es mit der Corona-Hotline 1450 Probleme geben würde, kann sie zum Teil bestätigen. „Wir haben die Hotline bereits in Ischgl probiert, sind aber nicht durchgekommen. Von Sigleß aus hat alles gut geklappt.“

Dem Ehepaar wurde eine 14-tägige Quarantäne angeordnet. Wie Kitzinger man dem Lagerkoller vorbeugt? „Ich unterstütze meine Kollegen mittels Home-Office und mache den Osterputz, mein Mann workt im Haus“, so Kitzinger.