Nun doch kein „Burgenlandia“. Die umstrittene Marke wird nun doch nicht umgesetzt. SPÖ verliert einen Sitz im Verbandsvorstand an die ÖVP.

Von Wolfgang Millendorfer. Erstellt am 13. Dezember 2017 (05:10)
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Konzept. Vor allem will der Verband auch Radfahrer in die Region bringen.
BVZ, Bilderbox

Schon bei der internen Präsentation war „Burgenlandia“ heftig umstritten. „Die Marke ‚Burgenlandia‘ sorgt eigentlich nur für Kopfschütteln“, kritisierte etwa auch ÖVP-Klubobmann Christian Sagartz noch vor Kurzem – und jetzt ist ebendieses „Burgenlandia“ schon Geschichte.

Der gemeinsame Auftritt der Tourismusregionen Rosalia und Neufelder Seenplatte läuft weiter unter seinem bisherigen Namen – und unter der Dachmarke „Burgenland“. Die Linie wurde in einem Gespräch mit dem Burgenland Tourismus festgelegt und auch im Vorstand beschlossen, erklärt Obmann Alfred Bandat auf BVZ-Anfrage.

Auch Tourismusdirektor Hannes Anton verweist auf das „konstruktive Gespräch“ mit den Vertretern der Region: „Der Auftritt nach außen soll künftig nur mehr unter der gemeinsamen Dachmarke laufen, das ist wichtig für die Positionierung am Markt.“

Erster neuer Auftritt bei der Ferienmesse

Kein Problem mit der Absetzung des Namens „Burgenlandia“ hat auch Mattersburgs Stadtchefin und designierte SPÖ-Klubobfrau Ingrid Salamon: „Die Inhalte haben bei der Präsentation schon gepasst und passen auch jetzt noch. Das ist das Wichtige.“ Die Pläne für eine neue Werbelinie der Region beurteilt auch Anton positiv.

Präsentiert wird diese erstmals bei der Ferienmesse in Wien, wie Bandat bestätigt: „Einzelne Maßnahmen werden noch präsentiert.“

Wie berichtet, soll die Ausrichtung vor allem auf dem Radtourismus liegen. Dieser soll wieder neue Gäste in die Region locken. Der Sommer (Mai bis Oktober) lief nicht nach Plan in der Region. Zwar konnte man bei den Ankünften ein Plus verzeichnen, die Nächtigungen gingen allerdings in den Berichtsgemeinden zurück (siehe Grafik unten).

Quelle: Land Burgenland; Illustration: Macrovector/Shutterstock.com; Grafik: Gastegger
Quelle: Land Burgenland; Illustration: Macrovector/Shutterstock.com; Grafik: Gastegger

Bandat meint dazu: „In die Statistik fallen auch Arbeiter. Da es heuer weniger Baustellen gegeben hat, macht sich das natürlich bemerkbar.“

Neuverteilung der Vorstands-Sitze

Änderungen gibt es nicht nur in der Marketing-Strategie, sondern auch im Vorstand. Durch den Mandatszugewinn der ÖVP Mattersburg bei den Gemeinderatswahlen fällt das Nominierungsrecht eines der zwei politischen Vertreter nämlich nun auf die ÖVP. Bisher waren beide Plätze von der SPÖ-Mattersburg (Bürgermeisterin Ingrid Salamon und ihr Pendant in Neufeld, Michael Lampel) entsandt worden.

Die SPÖ-Mattersburg wird allerdings nicht die eigene Stadtchefin, sondern Lampel (ebenfalls SPÖ) vorschlagen. „Uns geht es um die Sache und dann muss nicht unbedingt ich drinnen sitzen“, so Salamon dazu. Sie wird aber jedenfalls im neuen Beirat eine beratende Stimme haben. Die ÖVP wird Neo-Gemeinderätin und Unternehmerin Melanie Eckhardt in den Vorstand entsenden.