KUZ liegt voll im Zeitplan. Seit Juli gibt es Abbrucharbeiten. Die Ausschreibungen sind im Laufen, das neue Kulturzentrum soll Mitte 2021 eröffnet werden.

Von Richard Vogler. Erstellt am 11. September 2019 (04:13)
Abrissarbeiten. Die Bagger fuhren zu Beginn der Sommerferien auf. Aktuell laufen die Ausschreibungsarbeiten.
Vogler

Nach zahlreichen Diskussionen und umfangreichen Planungen wurden dieses Jahr Nägel mit Köpfen gemacht und mit dem Neubau des Kulturzentrums Mattersburg wurde begonnen. Seit Frühjahr ist durch Arbeiten vor Ort auch für die Bevölkerung sichtbar, dass das Projekt entgegen allen Unkenrufen umgesetzt wird.

Im Juni dieses Jahres startete man mit den Abbrucharbeiten von Bauteil B (hinterer Bereich von der Wulka aus gesehen). Nun sind die Ausschreibungen einzelner Gewerke (Baumeister, konstruktiver Stahlbau, Mess- und Regeltechnik und Fördertechnik) im Finale. Mit Ferienbeginn sind auch Demontagearbeiten und der Teilabbruch angelaufen, diese sind komplikationslos verlaufen und stehen mittlerweile vor dem Abschluss. Parallel dazu laufen die Ausführungsplanung und die weiteren Ausschreibungen. Im Oktober werden die eigentlichen Baumeisterarbeiten beginnen und die Fertigstellung ist im Zeitplan, diese soll Mitte 2021 erfolgen.

Neben einem Teil der Außenanlagen bleibt der Bauteil A (vorderer Teil von der Wulka aus gesehen) mit den denkmalgeschützten Bereichen einschließlich einem Teilbereich der Zwischendecke sowie dem Brunnen erhalten. Die nicht denkmalgeschützten Bauteile, die über die Jahre ergänzt wurden, werden im ersten Schritt nach dem Abbruch von Bauteil B rückgebaut.

Die Errichtungskosten betragen gemäß Planungsstand 15,6 Millionen Euro Netto.

„Die Verlegung des Landesarchivs ist eine Aufwertung für den Bezirk und bringt Arbeitsplätze vor der Haustüre.“

Das neue Kulturzentrum umfasst die Kulturbetriebe Burgenland (Veranstaltungssaal, Büro, Ausstellungsbereich), Landesarchiv mit Büros, Landesbibliothek, Literaturhaus, Volkshochschule, multifunktionales Foyer für unterschiedliche Nutzungsarten und Gastronomie. Der Saal weist eine Besucherkapazität von bis zu 410 Personen auf (bei Theaterbestuhlung); bis zu 700 Personen im gesamten Gebäude möglich. Für Mattersburgs Bürgermeisterin Ingrid Salamon ist es „ganz wichtig, dass mit dem Neubau oder der Sanierung begonnen wurde. Seitdem das Kulturzentrum nicht benützbar ist, finden viele Veranstaltungen außerhalb von Mattersburg statt.“

SPÖ-Bezirksobmann Christian Illedits führt aus: „Die Verlegung des Landesarchivs ist eine Aufwertung für den Bezirk und bringt Arbeitsplätze vor der Haustüre.“

Landeshauptmann Hans Peter Doskozil hält fest, dass „das KUZ seit 2014 geschlossen ist. Mittlerweile ist ein halbes Jahrzehnt der Diskussion verstrichen, jetzt wird umgesetzt. Ich stehe für eine Politik, die an Ergebnissen und nicht an Ankündigungen gemessen werden will!“