Anklage nach Griff in die Gemeindekasse

Erstellt am 29. November 2017 | 05:45
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Foto: BVZ
Ermittlungen der Staatsanwaltschaft abgeschlossen. Gemeindebedienstete wird angeklagt.
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Die Nachricht, dass eine ehemalige Gemeindebedienstete Gemeindegelder unterschlagen haben soll, schlug Ende des Sommers wie eine Bombe ein. Ein anonymes Schreiben brachte den Fall ins Rollen. Seit Bürgermeister Dieter Posch, SPÖ, den mutmaßlichen Tatbestand angezeigt hat, ermittelt die Staatsanwaltschaft. Eine Nachfrage der BVZ beim Sprecher der Staatsanwaltschaft Eisenstadt, Roland Koch, hat ergeben, dass die Ermittlungen schon abgeschlossen sind.

Anklageschrift ist der Beschuldigten schon zugestellt worden

Koch erklärt: „Die Staatsanwaltschaft hat bereits eine Anklageschrift beim Landesgericht Eisenstadt eingebracht. Es geht um den Verdacht des Missbrauches der Amtsgewalt betreffend Amtsgelder der Gemeinde Neudörfl. Die Anklageschrift ist der Beschuldigten schon zugestellt worden.“ Die Staatsanwaltschaft geht in der Anklage von einem niederen fünfstelligen Eurobetrag aus.

Der Sprecher des Landesgerichts, Bernhard Kolonovits, kann über den Inhalt der Anklage noch nichts sagen, denn, so Kolonovits: „Die Anklage ist noch nicht rechtskräftig, weil die Anklageschrift erst zugestellt wurde. Es gilt, eine 14-tägige Einspruchsfrist einzuhalten. Erst nach Ablauf der Einspruchsfrist kann das Gericht auch zum Inhalt Stellung nehmen.“ Es gilt die Unschuldsvermutung.

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