Durch die Wüste: Die Kultur des Reisens

Durch die Wüste Reinhard Fuchshuber fährt mit Rotel Tours in Weltgegenden, die (fast) nie zuvor Touristen betreten haben.

Judith Jandrinitsch
Judith Jandrinitsch Erstellt am 26. Februar 2017 | 08:35
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Ein LKW als rollendes Hotel. Reinhard Fuchshuber hat seine Fotos - er ist begeisterter Hobbyfotograf - in Fotobüchern festgehalten. Nicht nur die Bilder darin beeindrucken. Der Bildtext zeigt, dass sich Fuchshuber mit jedem seiner Reiseländer vor Reiseantritt genau auseinandersetzt. Am Bild zu sehen ist der Rotel-Bus und die Route seiner letzten Reise.
Foto: BVZ, JJ

Ob Libyen, Westafrika, eine Saharadurchquerung, Südäthopien, Nordäthopien oder Marokko – es gibt wohl kein Reiseabenteuer in Afrika, das Reinhard Fuchshuber nicht im „rollenden Hotel“ bestanden hat. Dabei handelt es sich um LKWs, die zu Bussen mit eingebauter Schlafkoje umfunktioniert wurden. Ein deutsches Reiseunternehmen bietet exklusiv diese Art zu reisen an, und Reinhard Fuchshuber ist ein Fan davon geworden.

Die erste Reise führte in 2005 nach Libyen. „Hier habe ich mich mit dem Wüstenvirus infiziert“, schmunzelt Fuchshuber. Nein, dabei handelt es sich um keine unangenehme Darmerkrankung, sondern Fuchshuber entdeckte seine Liebe zur Wüste als Landschaft. „Entweder man mag die Wüste oder man mag sie nicht“, bringt Fuchshuber eine Tatsache auf den Punkt.

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Die Wüste ist ein Ort, wo man sich selbst findet

Er liebt die Wüste, darum zieht es ihn immer wieder wüstenähnliche Gegenden. Ein Höhepunkt für ihn war die Saharadurchquerung, eine Reise, die heute genauso wenig machbar wäre wie die Reise durch Libyen. „Das Deutsche Außenamt hat eine Reisewarnung für diese Länder ausgegeben, also wird die Reise aktuell nicht mehr angeboten“, erklärt er. Doch Fuchshuber interessiert sich nicht nur für geologische Steinformationen, sondern auch für die Menschen, denen das Rotel begegnet. Eine fachkundige Reiseleitung betreut die Mitreisenden. Langjährige Kontakte zu den Einheimischen bringen es mit sich, dass das Rotel in abgelegenen Dörfern halt machen kann. Dieser direkte Kontakt bringt so manche Begegnung mit sich, die Vorurteile über Afrika widerlegten, denn, so Fuchshuber: „Afrika ist sauber, der Rotelbus hält zwecks Übernachtung in modernen Lodges, an den Halteplätzen gibt es warmes Wasser und freundliche Menschen, die die Rotel-Gäste herzlich empfangen.“