„FunderMax“ baut neue Anlage. Rund 24 Millionen Euro investiert das Unternehmen in Neudörfl in eine neue Recycling-Holzaufbereitungsanlage. Die Anlage soll somit auch umweltfreundlicher werden.

Von Sandra Koeune. Erstellt am 03. Oktober 2018 (04:11)
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Wasserdampf aus dem Schornstein. „FunderMax“ investiert in Neudörfl 24 Millionen Euro.
Symbolfoto: Shutterstock/Jaboticaba

Die zahlreichen Industriebetriebe, die in Neudörfl angesiedelt sind, bieten vielen Menschen aus der Region einen Arbeitsplatz; aber manche Betriebe bringen auch Belastungen für die Anrainer mit sich.

„Besonders bei Wind aus Südrichtung sind Autos von feinem Holzstaub belegt“, wird von Gemeindebürgern aus Neudörfl bestätigt. Auch der kondensierende Wasserdampf ist je nach Außentemperatur mehr oder weniger sichtbar.

Das Holz-Verarbeitungsunternehmen „FunderMax“ plant nun die Aufbereitung des Recyclingholzes durch Ersatz der bestehenden Aufbereitungsanlage zu optimieren: „,FunderMax‘ investiert am Standort in Neudörfl rund 24 Millionen Euro. Die umfassende Verwertung von Holz wird dadurch weiter vorangetrieben und wie bisher am neuesten Stand der Technik umgesetzt. Das wird sich auch weiter positiv auf die Produktion und auf die Umwelt auswirken. ,FunderMax‘ rüstet sich somit für alle Herausforderungen der Zukunft und sichert weiterhin rund 200 Arbeitsplätze in der Region“, so die Stellungnahme auf BVZ-Anfrage.

",FunderMax‘ rüstet sich somit für alle Herausforderungen der Zukunft"

Neudörfls Bürgermeister Dieter Posch bestätigt ebenfalls: „FunderMax ist durch ständige Optimierungen und Verbesserungen bemüht, die Lärmbelästigung und auch Feinstaubbelastung einzugrenzen.“ Spätestens seit 2004, als die „Funder Industrie GesmbH“ und die „Österreichische Homogenholz GmbH“ verschmolzen sind, ist aus der „Homogen“ – ein Name, der in Neudörfl immer noch verwendet wird – ein international agierender Konzern geworden. Neben dem Stammsitz in Kärnten befindet sich ein Produktionsstandort in Wiener Neudorf, dort wird im Gegensatz zu Neudörfl aber kein Holz verarbeitet.

Am Neudörfler Standort steht die Spanplatten-Produktion im Vordergrund. Dafür wird Sägerest-, Walddurchforstungs- und Altholz verwendet. Neben der Spanplattenproduktion wird im Biomasse-Heizkraftwerk Energie für die Anlagen erzeugt.