Martinihof: Lösung bis Ende 2019. Gemeinderat spricht sich gegen Verpachtung des Hofes aus. Luzia Eitzenberger bleibt bis Ende 2019 Geschäftsführerin.

Von Sandra Koeune. Erstellt am 20. Dezember 2018 (02:36)
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Die Frage, wie es mit dem Martinihof weitergehen soll, beschäftigt die Gemeinderäte. Jetzt wurde einstimmig beschlossen, dass zumindest im nächsten Jahr nach keinem Pächter gesucht wird, sondern der Martinihof weiterhin von der Errichtungs-, Beteiligungs- und Betriebs-GmbH und Luzia Eitzenberger geführt wird.

In der Zwischenzeit will die Gemeinde nach einem neuen Geschäftsführer suchen. „Wir sind mithilfe von Luzia Eitzenberger bei der Erstellung eines passenden Jobprofils für den zukünftigen Geschäftsführer. Es handelt sich hierbei um einen Entwicklungsprozess“, so Bürgermeister Dieter Posch (SPÖ).

Weiterhin im Dienst. Luzia Eitzenberger wird bis Ende 2019 weiterhin die Geschäfte des Martinihofes leiten und der Gemeinde bei der Erstellung eines Jobprofils für ihren Nachgänger behilflich sein.
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Seit Februar 2017 leitet Eitzenberger, nach dem Konkurs von Walter Horvath, interimistisch den Betrieb. „Luzia Eitzenberger hat sich bereit erklärt, zumindest bis Ende 2019 die Geschäfte weiterzuführen. Ob der Vertrag danach verlängert wird, steht noch in den Sternen“, berichtet Posch weiter.

Im Sommer hatte die ÖVP bezüglich des Martinihofes ein Antrag gestellt: „Bei unserem Antrag ging es um keine Personalentscheidung, sondern wir wollten über die Zukunft des Martinihofes Bescheid wissen“, betont Dominik Strümpf (ÖVP). Auch Kritiker wie Gemeindevorstand Robert Peterlik (FPÖ) stimmten für die vorübergehende Lösung: „Grundsätzlich finde ich, dass ein Pächter besser wäre, da die Gemeinde Geld bekommen würde. Allerdings muss auch gesichert sein, dass die Vereine den Martinihof weiterhin gratis nützen können. Zudem kann man keinem Pächter einen defizitären Betrieb zumuten. Mit Eitzenberger konnte wirtschaftlich eine Verbesserung vermerkt werden.“

Ziel ist es, die Wirtschaftlichkeit des Martinihofes „auf Null“ zu bringen. „Ein Grund, wieso der Martinihof rote Zahlen geschrieben hat, sind den größeren Investitionen zur Sanierung zuzuschreiben“, erklärt Posch.