MMM Energie feiert 50 Jahre

In Zukunft will sich das Neudörfler Unternehmen zum Vorreiter für CO2-neutrale Flüssigbrenn- und Kraftstoffe sowie regenerative Holzpellets aus der Region entwickeln.

Erstellt am 16. Mai 2021 | 04:23
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Foto: zVg, zVg

MMM - die Manfred Mayer Mineralölvertriebsgesellschaft mit Sitz in Neudörfl feiert heuer ihr 50-jähriges Bestehen. Gegründet von Manfred Mayer, der 1971 einen kleinen Heizölhandel übernahm, entwickelte sich das Unternehmen im vergangenen halben Jahrhundert zu einem der größten privat geführten Energieversorger in Österreich und mit einem Team von 89 Mitarbeitern zu einem wichtigen und zuverlässigen Arbeitgeber in der Region.

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Geschäftsführerin Bettina Mayer-Toifl. Rechts die LKW-Flotte aus den 70er-Jahren.
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Bestand der Fuhrpark in den Anfangsjahren nur aus sechs Tankwägen, so ist dieser mittlerweile auf gut 50 modernste Tank- und Silokraftwagen angewachsen. Mit den 2- bis 5-Achsern werden Heizöl, Premiumpellets und Treibstoffe aller Art sowohl an private, als auch gewerbliche Abnehmer geliefert. „Mittlerweile sind es mehr als 25.000 zufriedene Kunden im Burgenland, Niederösterreich, der Steiermark und Wien“, berichtet Bettina Mayer-Toifl, die 2004 die Geschäftsführung von ihrem Vater übernahm, und gemeinsam mit ihrem Mann, Heinz Toifl, die erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens vorantreibt.

Mit klarem Fokus auf die Bedürfnisse der Kunden und gleichzeitig auf die Notwendigkeit des Klimaschutzes, wollen wir den Weg in eine fossilfreie Zukunft bestreiten“, sagt Bettina Mayer-Toifl .

Wohin die Reise des Unternehmens gehen soll, ist für Mayer-Toifl eindeutig: „Mit klarem Fokus auf die Bedürfnisse der Kunden und gleichzeitig auf die Notwendigkeit des Klimaschutzes, wollen wir den Weg in eine fossilfreie Zukunft bestreiten.“ Auf den Fahrzeugen dominiert zwar weiterhin das satte Rot, in der Firmenphilosophie setzt man aber längst auf grüne Energie, auf Klimaneutralität und Effizienz. „Vor dem Klimawandel darf niemand die Augen verschließen“, sagt Mayer-Toifl, „deswegen haben wir schon vor einiger Zeit damit begonnen, die relevanten CO2-Emissionsquellen in allen Bereichen unserer Wertschöpfungskette zu bewerten, zu reduzieren sowie auszugleichen.“

Das sei allerdings kein Sprint, sondern ein Marathon. „Emissionen, die trotz aller Anstrengungen zur Minimierung in unserer gesamten unternehmerischen Wertschöpfungskette noch immer entstehen, gleichen wir vollständig durch Investitionen in Gold-Standard-Klimaschutzprojekte aus.“ Das große Waldschutzprojekt, das derzeit unterstützt wird, sichert beispielsweise langfristig Landrechte für Kleinbauern im Amazonasregenwald, verhindert die Abholzung zu Gunsten von Sojaplantagen und leistet damit einen wertvollen Beitrag für den Schutz des brasilianischen Regenwaldes. Gleichzeitig werde die lokale Bevölkerung, die in diesem Gebiet zu der ärmsten Brasiliens zählt, unterstützt, indem sie in die Überwachung der unter Schutz stehenden Waldflächen miteinbezogen wird.

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zVg.

Der Rohstoff Holz spielt auch bei MMM Energie längst eine wichtige Rolle. Seit 2015 werden Holzpellets zum Verkauf angeboten. Die Pellets, denen der Name „Heimatwärme“ verliehen wurde, werden aus naturbelassenem heimischem Holz im mittelburgenländischen Markt St. Martin hergestellt. „Der Produzent verarbeitet dabei ausschließlich Sägemehl, Hobelspäne und Holzschnitzel aus zirka dreißig naheliegenden Sägewerken und Holzbetrieben. Diese liegen maximal achtzig Kilometer vom Werk entfernt und jeder einzelne dieser Betriebe ist PEFC-zertifiziert“, erklärt Mayer-Toifl. Das stelle sicher, dass sämtliches Rohmaterial aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt, was für eine hohe lokale Wertschöpfung und für eine erstklassige Klimabilanz sorge.

Gegenwärtig ist das Neudörfler Unternehmen also gut aufgestellt. Wie blickt die Geschäftsführerin aber in die Zukunft? „Das Ziel der Klimaneutralität bis 2040 ist alternativlos. Der österreichische Gesetzgeber wird deshalb die Reduktion des Einsatzes von fossilen Kraft- und Brennstoffen im Wärme- und Mobilitätssektor weiter vorantreiben. Aber auch Gebäude mit einer modernen Ölheizung können schrittweise die Klimaziele erreichen: Durch mehr Effizienz, Hybridtechnik – sprich die Kombination mit Wärmepumpe und Photovoltaik – und den künftigen Einsatz CO2-neutraler E-Fuels“, plädiert Mayer Toifl für eine technologieoffene Energiewende, in der auch Flüssigbrennstoffe ihren Platz haben sollen. Generell sieht Mayer-Toifl nicht Verbote, sondern Innovation als Schlüssel zur Klimawende. „Durch den schrittweisen Ersatz von herkömmlichen fossilen Brenn- und Kraftstoffen durch CO2-neutrale, synthetische Alternativen, wie die bereits erwähnten E-Fuels, stellt die Mineralölwirtschaft die Weichen neu und stellt gleichzeitig sicher, dass die bestehende Infrastruktur – wie Tanklager, Tankstellen oder der eigene Öltank und die zugehörige Heiz- und Antriebstechnik - erhalten bleiben können.“

E-Fuels sind flüssige, synthetische Energieträger, die auf Basis von erneuerbarem Strom und einer regenerativen Kohlenstoffquelle gewonnen werden. In Österreich wird bald mit dem Bau Europas innovativster Power-to-Liquid Anlage zur Erzeugung dieser klimafreundlichen Brenn- und Kraftstoffe begonnen, berichtet Mayer-Toifl.

Die Wahl des Energieträgers soll aber weiterhin eine freie Entscheidung bleiben. MMM sieht sich deshalb in der Verantwortung, die Versorgung der Betriebe und Haushalte mit konventionellem Heizöl und Treibstoff noch lange sicherzustellen. „In diesem für alle schwierigen Transformationsprozess möchten wir die Menschen Tag für Tag mit Engagement und individuellen Leistungen auf ihrem eigenen Weg Richtung Energiewende unterstützen und unserem Leitspruch ‚Herzenswärme ist die zuverlässigste Energiequelle“ treu bleiben.“