Projekt "Aqua Burgenland": Zukunft liegt im Wasser. Der erste Bauabschnitt des Projekts Aqua Burgenland - Sopron ist fertig und wurde feierlich eröffnet.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 24. September 2017 (05:37)
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Jetzt wird die Leitung aufgedreht: Bürgermeister Gerhard Hüller, Marz, Bürgermeister Josef Tschida, Pamhagen, Wasserleitungsverbandsobmann, Bürgermeister Gerhard Zapfl, Nickelsdorf, Landeshauptmann Hans Niessl, Bürgermeisterin Karin Lehner, Pöttsching, Bürgermeister Dieter Posch, Neudörfl, Bezirkshauptmann Klaus Meszolits.
BVZ, Jandrinitsch

Es ist schon eine ganz besondere Region: Der Raum Wien, Györ, Bratislava, Sopron und Eisenstadt entwickelt sich gesellschaftlich, wirtschaftlich und touristisch äußerst dynamisch.

Trinkwasserversorgung soll gesichert werden

Um diese Entwicklung nicht zu gefährden und zur zukünftigen Sicherstellung der Trinkwasserversorgung wurde das Projekt „Aqua Burgenland - Sopron“ entwickelt. Langfristiges Ziel des Projektes ist es, die Infrastruktur für eine länderübergreifende Wasserversorgung und Absicherung des oben genannten Raumes sicher zu stellen.

In der hochmodernen Brunnenstube in Neudörfl versammelte sich vergangenen Freitag deshalb auch eine illustre Schar an Gästen, an der Spitze Landeshauptmann Hans Niessl und sein Stellvertreter Hans Tschürtz, um den ersten Abschnitt von Aqua Burgenland - Sopron seiner Bestimmung zu übergeben.

Denn die neu verlegten Rohre - der Obmann des Wasserleitungsverbandes nördliches Burgenland, Gerhard Zapfl, sprach von einer „Operation am offenen Herzen, bei der die Aorta, also die Hauptschlagader erneuert wurde“ - führen im Abschnitt eins von Neudörfl nach Rohrbach.

Operation am "offenen Herzen"

Jetzt sind dann die ungarischen Projektpartner gefragt, das Projekt von Schattendorf über die Staatsgrenze bis nach Sopron fortzusetzen. Der Bürgermeister von Sopron, Tamás Fodor, versprach in seiner Rede, alles in seiner Macht stehende zu tun, damit die finanziellen Mitteln aufgestellt werden, damit genau das passieren könne. Die finanziellen Mitteln lukrierte das Burgenland durch eine finanzielle Beteiligung der Europäischen Investitionsbank (EIB).

Landeshauptmann Hans Niessl erklärte: „Erstmals in der Geschichte des Burgenlandes wurde ein Projekt mit Hilfe der Europäischen Investitionsbank finanziell umgesetzt.“ Tschürtz betonte: „Wichtig ist, dass vorhandene Ressourcen wie Grundwasser gerecht verteilt werden. Mit dem Projekt wird gewährleistet, dass die heimatlichen Wasserdepots gezielt zur Verfügung stehen.“