Vier Taxilenker als Retter in der Not.

Erstellt am 08. Juli 2017 (02:17)
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Taxifahrer kümmerte sich nicht ums Opfer
APA (Symbolbild)

Endlich war sie da, die lang ersehnte Projektwoche, auf die sich die Schülerinnen und Schüler der Neuen Mittelschule Neudörfl so gefreut hatten. Die 4b wollte mit dem Zug vom Bahnhof Neudörfl nach Wiener Neustadt fahren und von dort weiter nach Fürstenfeld. Doch kaum am Bahnhof Neudörfl angekommen, bekam die Reisegruppe einen Riesenschreck: Der Zug, mit dem die 4 b und ihre Lehrkräfte fahren wollten, war ersatzlos gestrichen worden.

Den nächsten Zug zu nehmen hätte bedeutet, den Anschlusszug nach Fürstenfeld in Wiener Neustadt nicht zu erreichen. Pünktlichkeit war darum so wichtig, weil in Fürstenfeld dreieinhalb Stunden später bereits das geplante Nachmittagsprogramm startete. Die Aussicht, darauf zu verzichten zu müssen, sorgte für Aufregung. Was besonders ärgerlich war: Von Seiten der ÖBB war keinerlei Hilfe zu erwarten. Ein Schüler der Klasse hatte da die rettende Idee. Sein Nachbar war doch Taxiunternehmer!

Zum Glück konnte dieser, Mehmet Acar, Taxiunternehmer in Wiener Neustadt, telefonisch erreicht werden. Er alarmierte Kollegen des Taxiunternehmens 22000 und mit insgesamt vier Fahrzeugen wurden die Schülerinnen und Schüler samt Lehrerinnen quasi in letzter Sekunde zum Wiener Neustädter Bahnhof gebracht.

Die vier freundlichen Taxifahrer verzichteten sogar auf die sofortige Zahlung der Rechnung, sodass die Klassenfahrt dann tatsächlich noch planmäßig fortgesetzt werden konnte. Die Aufregung der jungen Leute legte sich bald und wich der Freude über so viel Einsatz und Menschlichkeit der vier „Retter in letzter Sekunde“.

Auch die beiden Fachlehrerinnen Christina Krenn und Maria Morawitz, zeigten sich von der Hilfsbereitschaft der Taxifahrer äußerst beeindruckt, denn so eine spontane Hilfsbereitschaft erlebt man nicht alle Tage!