Neuer Platz zum Kicken in Schattendorf. SPÖ, ÖVP und Sportverein Schattendorf sind sich einig, dass der Zustand des kleinen Feldes neben dem Sportplatz nicht tragbar ist. Kunstrasen wäre eine mögliche Variante.

Von Christian Artner. Erstellt am 19. April 2019 (04:12)
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Das Feld neben dem Sportplatz weist einige Mängel auf.

Herbert Schefberger von der ÖVP Schattendorf hat seit etwa zehn Jahren das Anliegen, beim Sportplatz einen Kunstrasenplatz errichten zu lassen. Allerdings sollte dieser nicht anstelle des großen Hauptfeldes, auf dem die Kampfmannschaft des SV Schattendorf ihre Heimspiele in der 2. Liga Mitte austrägt, entstehen, sondern an einem Platz abseits, der etwa die Hälfte eines normalen Fußballfeldes misst und der, wie Schefberger anmerkt, eher einem „Krautacker“ gleicht als einem Fußballfeld.

Der ÖVP-Gemeinderat sieht in einem Kunstrasenplatz für Schattendorf mehrere Vorteile: „Einerseits könnten unsere Schulen, die sich in unmittelbarer Umgebung befinden, diesen Platz für den Turnunterricht verwenden. Andererseits kann ihn auch die Ortsbevölkerung benutzen, vor allem natürlich die Kinder. Und letztlich könne auch die Kampfmannschaft im Winter, wenn Schnee und Eis den Hauptplatz unbespielbar machen, dort ihr Training absolvieren.“

"Mit dem Status quo, der dort vorherrscht, ist sicherlich niemand zufrieden“

In der SPÖ wurde dieses Thema intern bereits ausführlich besprochen: „Es wurden in der Vergangenheit schon bei ein paar Anbietern Kostenschätzungen eingeholt und wir werden uns im Sommer noch einmal, vor allem mit den Jugendlichen, zusammensetzen und fragen, was ihre Vorstellungen diesbezüglich sind. Mit dem Status quo, der dort vorherrscht, ist sicherlich niemand zufrieden“, sagt Vizebürgermeister Thomas Hoffmann.

Allerdings gibt es laut Hoffmann auch noch andere – eventuell sinnvollere – Lösungen als ein Kunstrasenfeld. Die Kosten für ein solches werden auf etwa 120.000 Euro geschätzt. Das seien aber nur jene für den Belag. Regelmäßige Wartungskosten müssten noch gesondert eingerechnet werden. Und Förderungen von Seiten des Landes wird es laut Hoffmann, der im Land Burgenland auch die Funktion des Sportreferenten inne hat, nicht geben, da das Feld hinsichtlich seiner Größe nicht den Kriterien entspricht, um förderwürdig zu sein. Zudem verweist er darauf, dass es in der Umgebung Kunstrasenplätze gibt, die genutzt werden können.

Alexander Bernhardt, Obmann des Sportvereins, könnte sich mit der Idee eines Kunstrasenfeldes anfreunden: „Theoretisch klingt ein Kunstrasen sehr interessant, weil sich im Winter Trainingsmöglichkeiten bieten würden“. Er betont aber auch, dass der Sportverein momentan nicht in der Situation sei, einen solchen von der Gemeinde einzufordern. „Wir werden von der Gemeinde immer sehr gut unterstützt. Ein Kunstrasenplatz ist aber ein sehr kostenintensives Vorhaben.“