Gemeinderatswahl in Mattersburg: Lauter neue Gesichter

Erstellt am 29. September 2022 | 04:24
Lesezeit: 3 Min
Gemeinderatswahl Mattersburg 2022
Claudia Schlager, SPÖ - Thomas Haffer, ÖVP - Elisabeth Mendoza, Grüne - Johann Tschürtz, Liste Tschürtz - Robert Strnad, NEOS - Margit Kovacic, MFG
Foto: BVZ
Neue Spitzenkandidaten bei der SPÖ, ÖVP und den Grünen. NEOS, Liste Tschürtz und die MFG treten zum ersten Mal an.
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Spannend wird es auf jeden Fall in der Bezirkshauptstadt, und zwar aus mehreren Gründen. Von den Spitzen- oder Bürgermeisterkandidaten, die bei den Wahlen 2017 angetreten sind, ist keiner mehr ganz vorne gereiht. Dies waren Ingrid Salamon (SPÖ), Michael Ulrich (ÖVP), Sigi Steiner (FPÖ), Sabrina Richter (Grüne), Peter Pregl (Liste Zukunft Mattersburg – er ist nun bei der Liste Tschürtz auf Listenplatz 2).

Spitzenkandidaten sind nun Claudia Schlager (SPÖ), Thomas Haffer (ÖVP), Elisabeth Mendoza (Grüne), Johann Tschürtz (Liste Tschürtz - Vorwärts Mattersburg); überhaupt neue Parteien sind die NEOS mit Spitzenkandiat Robert Strnad und die MFG mit Margit Kovacic. Für das Bürgermeisteramt gewählt werden können Schlager, Haffer, Tschürtz und Strnad. Kovacic und Mendoza werden sich hier nicht der Wahl stellen.

Aktuell besitzt die SPÖ mit 14 Mandaten die absolute Mehrheit, die ÖVP stellt acht Mandatare, die Grünen eines, die FPÖ erreichte 2017 ein Mandat (mittlerweile ist Spitzenkandidat Sigi Steiner Freier Mandatar). Die „Liste Zukunft Mattersburg“ hält bei einem Sitz im Gemeinderat (Peter Pregl wird bei den Wahlen für die Tschürtz-Liste antreten).

Die Mandatsverteilung steht aktuell also bei 14:11 - der Abstand bei den Wahlen war jedoch nicht allzu groß, denn die SPÖ erreichte mit 51,3 Prozent nur knapp mehr als die Hälfte.

Das Wahlziel von Bürgermeisterin Claudia Schlager – sie folgte auf Salamon im vergangenen Jahr – ist die Verteidigung des Bürgermeisteramtes und das Beibehalten der absoluten Mehrheit.

Die ÖVP ließ sich lange Zeit, um den Spitzen- und Bürgemeisterkandidaten zu präsentieren. Favorisiert wurden Andreas Feiler und Melanie Eckhardt, Nummer eins wurde hingegen Thomas Haffer. Haffer will die absolute Mehrheit brechen, um das Bürgermeisteramt zu erreichen, sieht er selbst kaum Chancen.

Für eine Überraschung sorgte der gebürtige Loipersbacher Johann Tschürtz: Seit einiger Zeit in Mattersburg wohnhaft, verlautbarte er vergangenes Jahr seine Kandidatur in der Bezirkshauptstadt. Das FPÖ-Urgestein – er war Landeshauptmannstellvertreter und ist nun Klubobmann für die Freiheitlichen – tritt hingegen mit einer eigenen Liste an. Tschürtz betont stets, dass die Stimmen für seine Liste der FPÖ zugerechnet werden – was eine seltsame Konstellation mit sich bringen könnte: De fakto wird es keine FPÖ im Mattersburger Gemeinderat geben. Würde Tschürtz jedoch zum Bürgermeister gewählt werden, wäre er dies hingegen als FPÖ-Ortschef.

Elisabeth Mendoza von den Grünen will ihre Stimmenanzahl vermehren. Robert Strnad (NEOS) hat sich einen Einzug in den Gemeinderat zum Ziel gesetzt und Margit Kovacic hegt ambitionierte Ziele: Zwei oder drei Mandate.

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