S31-Ausbau: Pläne für Tempo 130. Im Zuge des Sicherheitsausbaues wird aller Voraussicht nach eine Tempoerhöhung zwischen Mattersburg und Weppersdorf sowie Mattersburg und Wr. Neustadt kommen.

Von Richard Vogler. Erstellt am 20. März 2019 (04:20)
BVZ

Im Rahmen einer Pressekonferenz wurden die Pläne für den Ausbau der burgenländischen Schnellstraßen präsentiert, wobei auch der Sicherheitsausbau der S4 zwischen Wiener Neustadt und Mattersburg sowie der S31 von Mattersburg bis Weppersdorf erläutert wurden.

Bislang gilt dort ein 100 km/h-Tempolimit, mit dem Abschluss der Baumaßnahmen wird es aller Voraussicht nach möglich sein, dort schneller zu fahren. „Ich gehe davon aus, dass man dann dort 130 km/h fahren kann“, so Landeshauptmann Hans Peter Doskozil auf Anfrage der BVZ.

Richard Vogler
Bei der Pressekonferenz. Asfinag-Vorstandsdirektor Hartwig Hufnagl, Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, Landeshauptmann-Stellvertreter Johann Tschürtz und Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner präsentierten die Pläne der Asfinag für das Burgenland.

Der Sicherheitsausbau der S31 zwischen Knoten Mattersburg und der Anschlussstelle Weppersdorf/Markt St. Martin startete am Montag. Die ASFINAG verbreitert die Fahrspuren, baut neue Pannenbuchten und trennt die Richtungsfahrbahnen mit einer Betonleitwand. Zusätzlich zum Sicherheitsausbau gestaltet die ASFINAG auch die bestehenden Parkplätze Tschurndorf und Kobersdorf zu modernen Rastplätzen mit 22 Lkw- und 18 Pkw-Stellplätzen, Notruf, Videoüberwachung und WLAN um.

Rund 144 Millionen Euro werden in eine moderne, leistungsfähige und vor allem sichere S31 im Bereich Mattersburg bis Weppersdorf investiert. In den vergangenen fünf Jahren ist das Verkehrsaufkommen auf der Strecke jährlich um rund drei Prozent gestiegen. In diesem Zeitraum passierten dort zwölf Frontalunfälle, drei davon endeten tödlich. Die bauliche Mitteltrennung schließt das Risiko derartiger Unfälle aus. Bei den Parkplätzen wird es zudem keine Stopp-Tafeln mehr geben sondern Beschleunigungsstreifen, was für ein sicheres Auffahren sorgt.

Die Arbeiten sind in zwei große Phasen unterteilt: Bauabschnitt eins zwischen Mattersburg und Weppersdorf/Markt St. Martin wird bis 2021 umgesetzt. Weitere vier Jahre benötigt der Neubau von vier Brücken im Bereich der Talübergänge Sieggraben.

Damit der Verkehr auch während der Bauarbeiten möglichst problemlos läuft, richtet die ASFINAG auf der S31 alle Baustellen nur mit einer maximalen Länge von zehn Kilometer ein. Daraus ergibt sich folgende Aufteilung der Baubereiche:

  • Knoten Mattersburg bis Anschlussstelle Forchtenstein (bis Ende 2019)
  • Anschlussstelle Forchten-stein bis Sieggraben (bis Ende 2020)
  • Sieggraben bis Anschlussstelle Weppersdorf/Markt St. Martin (bis Ende 2021)

Für die täglich rund 15.000 Autofahrer steht während der Arbeiten mindestens eine Fahrspur zur Verfügung, es gilt Tempo 80.

Ab 2021 plant die ASFINAG den Start der Generalerneuerung und den Ausbau der S 4 Mattersburger Schnellstraße (Kostenpunkt 101 Millionen Euro), die bis 2024 abgeschlossen sein sollen.