Schule in Schattendorf wurde gesperrt. Nachdem am Donnerstag mehrere Kinder in der Draßburger Volksschule Brechdurchfall hatten, gab es am Montag auch in der NMS in Schattendorf Erkrankungssymptome.

Von Christian Artner. Erstellt am 15. Mai 2019 (04:07)
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Der erste Verdacht, dass es sich bei der Ursache der Übelkeit und des Brechdurchfalls der Kinder in der Volksschule Draßburg vergangener Woche um Noroviren handelte, wurde mittlerweile bestätigt.

Am Montag wurden auch in der Neuen Mittelschule in Schattendorf Fälle erkrankter Schüler bekannt. Ob es sich dabei tatsächlich auch um diese Virenart handelt, wird noch geklärt. Die Schule wurde präventiv geschlossen und ein Desinfektionseinheit angefordert. Bis Donnerstag soll die Schule in Schattendorf auf alle Fälle geschlossen bleiben.

Spätestens nächste Woche soll der reguläre Schulbetrieb wieder aufgenommen werden. Werner Zechmeister, Bezirkshauptmann der BH Mattersburg, bestätigt beide Fälle und sagt zum Vorfall in Draßburg „Vier Proben von Kindern wurden genommen. Drei davon waren positiv auf Noroviren getestet worden.“

Die Gemeinde in Draßburg sperrte die Schule, nachdem die Symptome sichtbar wurden, ebenfalls präventiv sowohl am Donnerstag als auch am Freitag. „Dies war eine Vorsichtsmaßnahme, die in solchen Fällen notwendig ist“, berichtet Bürgermeister Christoph Haider. Vierundzwanzig Kinder, das sind rund ein Viertel der Schüler, klagten im Laufe des Donnertags über Übelkeit und mussten sich erbrechen. „Mittlerweile können wir aber Entwarnung geben. Der Schulbetrieb ist am Montag wieder wie gewohnt aufgenommen worden.“ Alle betroffenen Schüler, bis auf ein Mädchen, waren auch wieder im Unterricht anwesend.

„Die Schule wurde grundgereinigt und neuralgische Stellen wie Toilettenanlagen, Türklinken, Speiseraum und Bereiche, an denen sich die Kinder übergeben haben, wurden speziell desinfiziert“

Am Freitag war ein Landesdesinfektor gemeinsam mit speziell für solche Fälle geschulten Kräften in der Schule im Einsatz und hatte eine umfassende Desinfektion aller Räumlichkeiten vorgenommen. „Die Schule wurde grundgereinigt und neuralgische Stellen wie Toilettenanlagen, Türklinken, Speiseraum und Bereiche, an denen sich die Kinder übergeben haben, wurden speziell desinfiziert“, erklärt Haider die eingeleiteten Maßnahmen.

In einem von der Gemeinde und der Schuldirektion aufgesetzten Elternbrief wurden die Erziehungsberechtigten zusätzlich zur Schließung der Schule am Freitag auch über verstärkte Hygienemaßnahmen in den nächsten zwei Wochen informiert. Dazu zählen etwa Desinfektionsmittel speziell nach dem Toilettengang, mit denen sich die Kinder die Hände waschen sollen.

Eltern, deren Kinder an Brechdurchfall gelitten haben, wurden informiert, dass ihre Kinder nach Genesung noch 48 Stunden zuhause bleiben sollen, um die Gefahr weiterer Ansteckungen zu vermeiden. Bürgermeister Christoph Haider ist voll des Lobes über die schnelle und effiziente Koordinierung aller verantwortlichen Stellen: „Die Zusammenarbeit hat hervorragend geklappt.“