Thomas Prets folgt auf Gerhard Hauer. Gerhard Hauer trat am 1. November in den Ruhestand. Die Notariatskanzlei führt der Pöttschinger Thomas Prets – bislang schon Partner von Hauer – als Einzelunternehmen weiter.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 05. November 2020 (03:10)
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Übergabe. Mit 68 Jahren ging Gerhard Hauer (l.) in Pension. Auf ihn folgte der Pöttschinger Thomas Prets. 
Richard Volger

Am 1. November war es soweit: Notar Gerhard Hauer trat in den wohlverdienten Ruhestand. Für die Kunden wird sich nichts ändern: Der Pöttschinger Thomas Prets, bereits Partner von Hauer, führt das Notariat als Einzelunternehmen „Notariat Mag. Thomas Prets“ weiter.

Mit dem Namen Hauer verbindet man in Mattersburg eine langjährige Tradition im Notariatsbereich. Das Notariat wurde in den 1960er-Jahren eröffnet, bis in die 80er-Jahre von Ludwig Hauer (er verstarb 1987) geleitet. Auch Sohn Gerhard Hauer schlug die Notariatskarriere ein, wirkte als Berufsanwärter bis 1995 im Unternehmen mit. Nach sechs Jahren beruflicher Tätigkeit im südburgenländischen Stegersbach kehrte er nach Mattersburg ins Unternehmen zurück.

Viele Jahre war das Notariat in der Gustav Degengasse (oberhalb der jetzigen Bank Austria) zu finden, 2007 wurde der Standort in das MEZ (Mattersburger Einkaufszentrum) verlegt. Mit 68 Jahren geht Gerhard Hauer nun in Pension. „Ich hätte noch zwei Jahre die Möglichkeit, meinen Beruf auszuüben. Dennoch habe ich mich entschieden, den Ruhestand anzutreten. Nun gibt es doch etwas mehr Lebensqualität“, schmunzelt Hauer. Sein Credo bei der Zusammenarbeit mit den Kunden? „Natürlich basiert bei unserer Arbeit alles auf juristischer Grundlage.

Dennoch war mir immer wichtig zu erkennen, welche Lösungen sind geeignet für den einzelnen Menschen. Es war mir immer wichtig, die Leute fair und gut zu betreuen“, so Hauer. Der Pöttschinger Thomas Prets maturierte am Mattersburger Gymnasium, war 15 Jahre in Eisenstadt bei einem Notar tätig, 2015 trat er in die Kanzlei Hauer ein. Trotz des personellen Wechsels wird es keine Änderungen geben. „Es werden alle Akten mit allen Infos übernommen und auch das restliche Personal bleibt unverändert“, berichtet Prets. Auf die persönliche Herausforderung angesprochen, antwortet Prets wie folgt: „Natürlich ist es kein Nachteil, wenn man alles übernehmen kann. Unsere Kunden sind hervorragende und kompetente Betreuung gewohnt. Mir ist bewusst, dass die Latte sehr hoch liegt.“

Die Digitalisierung macht auch vor dem Berufszweig der Juristen nicht halt. „Dies ist eine große Herausforderung und kann auch die Arbeit erleichtern. Dennoch ist der persönliche Kontakt, die persönliche Rechtsberatung nach wie vor immens wichtig“, so Prets.