Bezirk Mattersburg: Wehren helfen Bebenopfern

Die Feuerwehren Loipersbach, Pöttelsdorf, Zemendorf sowie Stöttera, organisieren eine Hilfsaktion. Am 24. Jänner werden die Güter nach Kroatien geliefert.

Erstellt am 22. Januar 2021 | 04:45
Feuerwehr Symbolbild
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Foto: LukeOnTheRoad, Shutterstock.com

Nach dem verheerenden Erdbeben am 29. Dezember in Kroatien haben unzählige Menschen in wenigen Sekunden ihre gesamte Lebensgrundlage verloren. Sieben Personen kamen ums Leben und tausende Häuser wurden zerstört. Dabei sind die Städte Petrinja, Sisak und Glina am stärksten betroffen.

Gemeinsam mit den Feuerwehren aus Pöttelsdorf, Zemendorf und Stöttera, ruft die Feuerwehr Loipersbach nun zum Spenden für die Erdbebenopfer auf. Entstanden ist diese Hilfsmaßnahme nach der Fahrzeugwaschaktion im Feuerwehrhaus, als sich einige Mitglieder über die erschütternden Ereignisse unterhielten.

„Wir müssen was tun“

„Binnen kurzer Zeit war klar, wir müssen was tun und so haben wir nach der Freigabe vom Bezirksfeuerwehrkommando den Kontakt nach Kroatien über die Botschaft in Wien hergestellt“, erzählt Feuerwehrmitglied Michael Schürausz, um weiter auszuführen: „Wir sammeln vor allem unverderbliche Grundnahrungsmittel wie Zucker, Mehl, Salz, Nudeln oder Babynahrung. Außerdem Hygieneartikel, also Seife, Shampoo, Zahnbürsten sowie Toilettenpapier oder Pflaster. Auch elektrische Heizstrahler würden den Betroffenen in diesen schweren Zeiten helfen. Kleidung ist genug vorhanden.“

Die Feuerwehr Rechnitz, das Unternehmen Neuhauser sowie VT Bau aus Loipersbach stellen ihre LKW, Hänger und Pritschenwagen zur Verfügung, um die Hilfsgüter nach Kroatien zu bringen. Umliegende Supermärkte unterstützen die Aktion mit Kartons, in die die Sachspenden dann sortenrein verpackt werden.

Am 24. Jänner um 2 Uhr in der Früh startet der Konvoi seinen Weg ins Krisengebiet. Organisatorisches wie LKW-Fahrverbote und Mautzahlungen wurden im Vorhinein bereits geklärt.

Mit Polizeibegleitung in Kroatien

Ab der Grenze zu Kroatien wird es auch Polizeibegleitung geben. Nach dem Abladen der Hilfsgüter wird der Konvoi, aufgrund der aktuellen Lage, gleich wieder die Heimreise antreten. Wer die Aktion unterstützen will, kann dies noch bis Donnerstag, den 21.Jänner, bis 19 Uhr im Feuerwehr Loipersbach tun. Außerdem nehmen die Feuerwehren in Pöttelsdorf, Zemendorf und Stöttera auch Spenden entgegen.