Diskussion um Grab-Gebühren in Sieggraben. Sieggrabener SPÖ und „Liste Zukunft“ beschlossen eine Reduktion von zehn Prozent. Die ÖVP sprach sich dagegen aus.

Von Tina Wohlfarth. Erstellt am 12. Juli 2020 (06:14)
Senkundg der Friedhofsgebühren. Bürgermeister Andreas Gradwohl.
BVZ

Bei der letzten Gemeinderatssitzung in Sieggraben wurden zahlreiche Beschlüsse gefasst. Einer dieser Beschlüsse erhielt jedoch keine Einstimmigkeit. Beim Thema Friedhofsgebühren waren sich die Fraktionen uneinig.

Auf Vorschlag der SPÖ und Bürgermeister Andreas Gradwohl wurde der Antrag gestellt, dass die Friedhofsgebühren um ca. 10% gesenkt werden sollen. Für Einzelgräber bedeutet das eine Kostensenkung von 280 Euro auf ca. 250 Euro und für Doppelgräber von 320 Euro auf ca. 300 Euro.

Die Friedhofsgebühren sind in den einzelnen Gemeinden durchaus unterschiedlich gestaltet. Ein Bezirksvergleich habe gezeigt, dass Sieggraben die zweithöchsten Gebühren für Grabstellen vorschreibt.

„Die Gebühren werden im 10-Jahres-Intervall eingehoben. Im heurigen Jahr ist es wieder soweit. Der Bezirksvergleich hat gezeigt, dass wir hier den Menschen in unserer Heimatgemeinde entgegenkommen können und sollen. Gerade in der Corona-Zeit ist dies für unsere Bevölkerung ein Entgegenkommen“, so Andi Gradwohl.

Gemeinsam mit der Liste Zukunft Sieggraben konnte ein Mehrheitsbeschluss gefasst werden. „Ja, wir sind auch für die Senkung der Friedhofsgebühren. Gerade in diesen Zeiten müssen wir den Bürgern von Sieggraben entgegenkommen“, betont Friedrich Rauter von der Liste Zukunft Sieggraben.

Die ÖVP war geschlossen gegen die Senkung dieser Gebühr und somit gegen eine Entlastung der Bevölkerung.

„Auf den ersten Blick fallen die Gebühren hoch aus. Nichtsdestotrotz liegt hier eine Notwendigkeit aufgrund eines kostendeckenden Betriebs zugrunde. Heuer wurde in Sieggraben die Leichenhalle saniert. Das war für die Gemeinde natürlich ein großer Kostenfaktor von 150.000 bis 200.000 Euro. Wir können nicht gleichzeitig sanieren und dann die Gebühren senken, das geht nicht. Wir sprechen hier von ein paar Euro im Jahr. Die Entlastung wäre minimal für die Bürgerinnen und Bürger“, betont Andreas Bauer von der ÖVP.