Daheim in Draßburg

Erstellt am 09. Juni 2022 | 14:05
Lesezeit: 3 Min
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OR Draßburg
Die Postparnerstelle befindet sich direkt am Draßburger Hauptplatz.
Foto: zVg
Ortschef im Gespräch: Christoph Haider über die Herausforderungen durch Corona und den Commerzialbank-Skandal und über die Aufgaben für die kommenden Jahre.
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BVZ: Herr Bürgermeister, Ihre erste Amtsperiode war von Jahrhundert-Ereignissen geprägt…
Christoph Haider: Stimmt! Es war oft wirklich zum Verzweifeln. Da hat man so viele Ziele und Pläne, die man für die Bevölkerung umsetzen möchte, und dann muss man sprichwörtlich um das finanzielle Überleben der Gemeinde kämpfen.

OR Draßburg
Bürgermeister Christoph Haider peilt die zweite Amtsperiode an.
Foto: zVg

Wie gingen Sie und Ihr Team konkret mit dieser Situation um?
Haider: Uns war es wichtig, Ruhe auszustrahlen. Jegliche Panik war fehl am Platz. Informationen, die wir selbst bekamen, leiteten wir plakativ und für alle Altersgruppen verständlich weiter. Alte oder alleinstehende Menschen unterstützten wir bei Einkäufen, Impfungen usw. Viel mehr konnten wir zu diesem Zeitpunkt leider nicht tun.

Wie wird es Ihrer Meinung nach weitergehen?
Haider: Ich glaube, dass das Schlimmste hinter uns liegt. Der Herbst könnte aber nochmals „spannend“ werden. Wir schauen aber definitiv in Richtung Zukunft. Es gibt vieles zu tun. In der Corona&Commerzialbank-Zeit haben wir einige Projekte auf „Eis“ legen müssen. Die gehören jetzt bzw. in naher Zukunft umgesetzt.

Zum Beispiel?
Haider: Ein beträchtliches Thema ist natürlich die „Wiederbelebung“ des Hauptplatzes. Ein anderes großes und wichtiges Projekt ist unsere Baulanderschließung, die nach vielen Leerläufen endlich in die Zielgerade läuft.

Haben auch andere Projekte unter Corona & Commerzialbank gelitten?
Haider: Natürlich! Es gab unter anderem auch Verzögerungen bei der Sanierung der Leichenhalle. Glücklicherweise und mit viel Einsatz aller Beteiligten werden wir in Kürze die neue Leichenhalle fertigstellen und eröffnen. Auch andere Umsetzungen wie zum Beispiel ein neuer Spielplatz oder der Abriss des alten Musikerheimes mussten leider verschoben werden. Aber auch diese Projekte werden wir demnächst „angehen“.

Wie beurteilen Sie selbst Ihre erste Bürgermeisterperiode?
Christoph Haider: Es ist alles extrem! Zuerst ein extrem gutes Wahlergebnis. Dann die Arbeit mit einer extremen Bürokratie, ganz anders als in der Privatwirtschaft. Gefolgt von einer extremen Pandemie. Schockiert von einem extremen Bankskandal und die Erfahrung einer extremen Diffamierung. Und trotz all dieser extremen Situationen und Umstände ist doch viel in Draßburg in den letzten Jahren umgesetzt worden…

Abschließende Frage: Sie kandidieren nochmals als Bürgermeister. Was sind Ihre Ziele für eine zweite Amtsperiode?
Christoph Haider: Es gibt noch viel zu tun in Draßburg… Eine Gemeinde ist ein „dynamisches Gebilde“ – wenn man auf der einen Seite fertig ist, dann kann man auf der anderen Seite wieder beginnen. Ähnlich wie bei einem Flughafen… Es sind so viele Projekte in meiner ersten Amtszeit entworfen und vorbereitet worden – die leider verschoben werden mussten. Diese Projekte und Planungen in und für Draßburg und unsere Bevölkerung umzusetzen ist mein Ziel für eine zweite Amtsperiode. Und ein kluger Mann sagte einst: „In der ersten Amtsperiode musst du die alten, verkrusteten Strukturen aufbrechen – musst dir DEIN Team suchen. Dann kannst du in der zweiten Periode wichtige Projekte für die Gemeinde umsetzen…“

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