Investition in die Zukunft: Schulneubau Neudörfl. Nach den Herbstferien, am 3. November, kann endlich der Unterricht im neuen Gebäude der Mittelschule beginnen – zur großen Freude der gesamten Schüler- und Lehrerschaft.

Erstellt am 29. Oktober 2020 (10:59)
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„Jetzt gehört sie uns, die neue Schule"

Bald ist es also so weit. Ähnlich wie Kinder oftmals schon lange im Voraus die Tage bis zum Weihnachtsfest oder ihrem Geburtstag einzeln abzählen, zählen auch schon einige Schüler und Schülerinnen der Neudörfler Mittelschule die Tage, bis in das neu errichtete Schulgebäude übersiedelt werden kann, berichtet Karin Sinawehl, die während der Sabbatical-Auszeit von Direktorin Brigitte Knotzer – die maßgeblich in die Planungsphase involviert war – seit 1. September interimistisch mit der Schulleitung betraut ist: „Nachdem wir in letzter Zeit noch auf engstem Raum gearbeitet und gelernt haben, Staubwolken um uns herum wehten oder auch Wassermassen in das Gebäude geströmt sind, freuen sich schon alle auf die Übersiedlung ins neue Schulgebäude nach den Herbstferien. Manche Kinder, denen ich begegne, erzählen mir, dass sie schon den 3. November herbeisehnen, wenn es endlich heißt: Jetzt gehört sie uns, die neue Schule.“ Und auch die Lehrerschaft ist voller Vorfreude. „In den Sommerferien hatten wir bereits eine Begehung mit dem Architekten der Schule, Gerd Zachmann, und unserem Bürgermeister Dieter Posch. Alle waren überwältigt von der Größe, der Funktionalität und der Schönheit des neuen Schulgebäudes.“

Große Fenster sorgen dafür, dass viel Licht in die Klassenräume kommen kann.
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Viele Etappen gab es zu bewältigen, ehe nun endlich in der neuen Schule unterrichtet und gelernt werden kann. Begonnen hat die Reise mit den Abbrucharbeiten eines Teils des Schulaltbaus im März 2019, ein Containerunterricht war in der Folge nicht notwendig und auch die Lehrer und Lehrerinnen zogen mit ihrem Konferenezraum lediglich intern um: der Werkraum im Keller diente vorübergehend als provisorischer Treffpunkt zwischen den Unterrichtsstunden. Bei Wind und Wetter wurde fleißig am Bau der Schule gearbeitet, auch in den Hitzemonaten gönnte man sich selbstverständlich keine Ruhe, um den festgelegten Plan, der eine Einweihung für den Beginn des Schuljahres 2020/21 vorsah, akribisch einzuhalten. Corona und der zwischenzeitlichem Lockdown machten dem Ganzen schließlich doch noch einen leichten Strich durch die Rechnung. Neun Klassen wird es jetzt also geben. „Neben jedem Klassenraum gibt es eine Kleinklasse, in der wir uns in Kleingruppen auf die Förderung der Begagungen von schwächeren Kindern konzentrieren können, um ihnen einen guten Übertritt ins Berufsleben oder in eine weiterführende Schule zu ermöglichen“, erklärt Sinawehl. Außerdem wurde eine moderne Schulküche eingerichtet, in der die Kinder gesundes Essen für sich selbst zubereiten können, während die Bibliothek mit Ausblick bis zum Neudörfler See zum Schmökern, Recherchieren und Entspannen einlädt. Die Nachmittagsbetreuung findet nun in einem großem Tagesheimraum statt, wo Hausaufgaben erledigt werden können und viel Platz zur Verfügung steht, um sich auch kreativ zu entfalten. „Natürlich bleibt auch unser Turnsaal erhalten und ein Outdoorbereich wird in weiterer Folge ebenfalls für die Kinder bereit stehen.“

Die langjährige Direktorin Brigitte Knotzer, die im Vorfeld viele Verhandlungen geführt hat und auch während der Bauphase alles hervorragend bewältigt hat und Karin Sinawehl, die während des Sabbatical-Jahres von Knotzer mit der Leitung der Mittelschule betraut ist, sind begeistert von ihrer modernenSchule.
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„Bildung wichtige Grundlage für Zukunft“

Jedes Stockwerk ist zudem in unterschiedlichen Farben gehalten: grün, rot und blau sind die dominierenden Farben. Zwei Stiegenhäuser bieten auch in Zeiten von Abstandsregeln Vorteile: „Beim Ankommen und Nachhausegehen können wir den Schülern eine Art Einbahnregelung anbieten.“ Insgesamt wurden zehn Millionen in die Schule investiert, 8,5 Millionen in das Gebäude selbst, der Rest in Straße, Parkplätze, in das Verschieben der Busbucht und in andere infrastrukturelle Arbeiten. Eine Investition, die man sich gerne geleistet hat. Sinawehl hebt die Bedeutung der Bildung hervor, auf die in Neudörfl generell viel Wert gelegt wird: „Bildung ist eine wichtige Grundlage für die Zukunft unserer Kinder. In Neudörfl merkt man an allen Bildungseinrichtungen, wie wichtig das Thema ist.

Bei der Gestaltung wurde auch viel Wert darauf gelegt, mit warmen Farbtönen zu arbeiten.
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Wir haben zwei Kinderkrippen, in der unsere Kleinsten bestens aufgehoben sind, zwei Kindergärten, wo auf das Schulleben vorbereitet wird, unsere Volksschule, von der auch einige Kinder zu uns kommen und jetzt wird der letzte Puzzlestein im Bereich des Neudörfler Bildungswesens fertiggestellt, unsere Mittelschule. Neben der Gemeinde Neudörfl beteiligten sich auch die Partnergemeinden Bad Sauerbrunn, Krensdorf, Sigleß und Pöttsching an den Kosten des Schulgebäudes. Gebaut wurde von der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG). Bürgermeister Posch lobt die Zusammenarbeit genauso wie deren Unternehmensphilosophie: „Die OSG arbeitet, wo es möglich ist, mit regionalen Anbietern zusammen. Die Wertschöpfung bleibt deshalb größtenteils im Burgenland.“

„Unsere Kinder sehnen den 3. November schon herbei, wenn es endlich heißt: Jetzt gehört sie uns, die neue Schule“, erzählt Interims-Direktorin Karin Sinawehl.

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