Neues Gesetz: Aus für Biogasanlage

Sollte die kleine Ökostromnovelle beschlossen werden, bedeutet das den Ruin für den Antauer Betrieb Mandl hoch2.

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Biogasanlage
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Die kleine Ökostromnovelle befindet sich derzeit noch in Begutachtung in der Regierung und könnte das Aus für den Antauer Betrieb Mandl hoch2 bedeuten. Zahlreiche weitere Biogasanlagenbetreiber befürchten einen Beschluss.

Zwei Biogasanlagen im Bezirk Mattersburg

Mit dem neuen Ökostromgesetz würde der Einspeisetarif von 17 Cent pro Kilowatt auf nur zwei bis drei Cent pro Kilowatt sinken. „Für die Stromerzeugung reicht das nicht. Ich müsste meinen Betrieb schließen“, so Manfred Mandl, Geschäftsführer von Mandl hoch2 GmbH. Sein Einspeisetarif läuft noch bis 2019.

Johannes Hauptmann, Sprecher der Biogasanlagenbetreiber, fordert eine Verlängerung des geförderten Einspeisetarifs auf bis zu 20 Jahre. Bisher jedoch ohne Erfolg.

Für Mandl und seine beiden Mitarbeiter wäre der Schaden groß, aber nicht extrem. „Ich habe eine weitere Biogasanlage genehmigen lassen, deren Tarif noch für längere Zeit läuft“, ist Mandl erleichtert. Mit dieser Ausweichmöglichkeit kann er sich auch bei einem Beschuss der Ökostromnovelle über Wasser halten.

Der zweite Betrieb im Bezirk Mattersburg befindet sich in Antau. Andrea Wutschitz vom Bauernhof Wutschitz sieht die Situation entspannt: „Wir verbrauchen unseren Biostrom selbst, die Ökostromnovelle hat daher keinen großen Einfluss auf unser Unternehmen.“

Bauernhof Wutschitz in Antau wenig betroffen

Nur der überschüssige Strom, der weiterverkauft wird, könnte in Zukunft nicht mehr profitabel sein. Diese fehlenden Einnahmen kann Wutschitz mit der Zimmervermietung ihres Bauernhofes ausgleichen.

In ganz Österreich gibt es 288 Biogas- oder Bioenergieanlagen, die betroffen sind.