Mutmaßlicher Diebstahl entpuppte sich als Schlamperei. Mutmaßliche Tat entpuppte sich als Schlamperei eines Logistikunternehmens mit Sitz in Graz und zieht keine strafrechtlichen Folgen nach sich.

Von Christoph Plattensteiner. Erstellt am 21. September 2018 (01:52)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
440_0008_7373608_mat38cpkettner2.jpg
Aufregung umsonst. Von Pöttelsdorf aus war eine Ware nicht bei einem Grazer Händler angekommen.
BVZ

Anfang dieses Monats sollte eine Lieferung von vier Gewehren, Jagdbekleidung und rund 6000 Schuss Munition vom Lager in Pöttelsdorf an einen Händler in die Südsteiermark nach Graz Seiersberg geliefert werden. Die Ware wurde nicht termingerecht geliefert, daher ist Anzeige erstattet worden.

Ermittlungen ergaben Nachlässigkeit

Für den Transport der Artikel im Wert von 19.000 Euro wurde ein Grazer Logistikunternehmen beauftragt. Die Zustellung vom Lager Pöttelsdorf im Wirtschaftspark hätte am 2. September beim Händler erfolgen sollen. Da diese nicht eintraf, „hat die Firma Kettner bei der Polizei Mattersburg Anzeige erstattet“, bestätigt Johannes Kollmann, Pressesprecher der Landespolizeidirektion Burgenland. „Die Ermittlungen haben ergeben, dass kein Diebstahl vorlag, sondern sich die Lieferung aufgrund einer Unregelmäßigkeit im Bereich des Logistikunternehmens verzögert hatte“, sagte Chefinspektor Johannes Kollmann.

Die Firma Kettner betrifft dabei keine Schuld. Die Waffen, Munition und die Jagdbekleidung wurde am Firmengelände der Logistikfirma in Graz abgestellt. Dabei ist auf eine zeitgerechte Lieferung anscheinend vergessen worden. Mittlerweile sind die Waren vollständig zugestellt worden.

Keine Strafen für das Logistikunternehmen

„Solche Lieferungen kann nicht jeder machen, das dürfen nur spezielle Firmen“, erklärt Kollmann. Um welches Unternehmen es sich handelt, wollte er nicht verraten. Glück im Unglück für die Logistikfirma, denn das Missgeschick „zieht keine Strafen nach sich“, so Pressesprecher Kollmann.