Knapper SPÖ-Wahlsieg: Pöttsching bleibt Rot

SPÖ-Kandidat Martin Mitteregger wird Bürgermeister, ÖVP-Kandidatin Petra Pankl erste Vizebürgermeisterin.

Judith Jandrinitsch
Judith Jandrinitsch Erstellt am 05. Oktober 2017 | 05:01
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
440_0008_7056221_mat40jj_wahl_lehner_und_mitteregger.jpg
Jubelstimmung bei der SPÖ: Noch-Bürgermeisterin Karin Lehner, SPÖ-Parteivorsitzende Laura Moser und Bürgermeister in spe Martin Mitteregger.
Foto: BVZ, zVg

Der Wahlstress hat auch SPÖ-Spitzenkandidat Martin Mitteregger zugesetzt, der nach einer Verkühlung am Montagmorgen beinahe ohne Stimme ist. „Ich muss das Ergebnis erst so richtig realisieren. Wir wussten, dass es knapp werden wird, mich freut, dass es ohne Stichwahl gegangen ist“, erklärt Mitteregger.

Jetzt will sich die SPÖ darauf konzentrieren, ihre Ideenschmieden fortzusetzen und an den großen Zielen, wie z.B. am Verkehrskonzept neu, weiter zu arbeiten. „Auch wenn wir die absolute Mehrheit haben, wir sind offen für die Ideen der anderen Parteien“, spricht Mitteregger eine Einladung an die anderen Parteien aus. Zwölf Stimmen fehlten ÖVP-Vizebürgermeisterin Petra Pankl, um in einer Bürgermeisterstichwahl vielleicht doch noch zur Bürgermeisterin gewählt zu werden.

Anzeige

Freude über Mandat

Trotzdem freut sich Petra Pankl, vor allem weil ihre Partei ein Mandat dazugewinnen konnte und jetzt auch im Gemeindevorstand ein ÖVP-Mandatar mehr sitzen wird. Damit wird es im Gemeindevorstand vier (SPÖ) zu drei (ÖVP) sthen statt wie bisher fünf (SPÖ) zu zwei (ÖVP).Was die ÖVP-Kandidatin weniger freut, ist, dass die absolute Mehrheit der SPÖ erhalten bleibt. „Wenn ich Bürgermeisterin geworden wäre, das wäre sensationell gewesen. Die SPÖ-Absolute aufzubrechen, wäre realistischer gewesen“, meint Pankl. Zumindest der erste Vizebürgermeister ist Pankl sicher.

Neue Mitglieder für den Gemeinderat

Für die ÖVP werden einige neue Kandidaten wie Claudia Weinzettl, Alex Knotzer oder Jürgen Schneider in den Gemeinderat einziehen. Wer neuer Gemeindevorstand wird, „müssen wir aber erst besprechen“, hält Pankl fest.