Rätselraten um anonymes Rundschreiben in Sigleß. Vorwürfe gegen Lokalpolitik und Vereinsobmänner. Bürgermeister wird eine Entgegnung aussenden.

Von Matea Nikolic. Erstellt am 27. Februar 2019 (04:04)
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Vor Kurzem sorgte ein anonymes Schreiben bei der Sigleßer Bevölkerung für große Verwunderung. Darin sind unter anderem einige Beschwerden sowohl gegen die Ortspolitik als auch gegen einige Vereine niedergeschrieben. Die Gemeinde ist ratlos. „Wir haben leider keine Ahnung, von wem dieses Schreiben stammen könnte“, berichtet Vizebürgermeisterin Ulrike Kitzinger. Beispielsweise können sich laut dem Schreiben „die Schworzn glei mitn SVS zomt da FFW auf a Packal haun“, da es im Ort „koa Ball, koa Gschnas, koa Rosenmontag“ mehr gäbe.

Gemeindevorständin Michaela Benczak erläutert: „Die ÖVP hatte früher eine Veranstaltung am Rosenmontag. Leider fehlt uns heute die Location dafür, wir haben für diese Feste keinen Saal mehr.“ Weiters wird die Errichtung des Funcourts bekrittelt, der im Brief als „Käfig zum Bollspuin“ betitelt wurde.

Kitzinger äußerte sich zu dem Schreiben: „Jedem steht es zu, seine Meinung kundzugeben. Ich finde es jedoch nicht in Ordnung, sich über die Obmänner und Obfrauen unserer Vereine, die sich freiwillig in der Ortschaft engagieren, zu beschweren, dazu noch unter einem Decknamen.“ Da auch der Faschingsumzug am kommenden Samstag kritisiert wurde, nämlich dass „so supergscheide Leit in foschingsdienstog umbrocht hom und jetzt mit olla Gwoit in Umzug am Somstog mochn miassn“, wird es seitens der Gemeinde eine Erwiderung geben, die noch diese Woche an die Bevölkerung ausgesendet werden soll. Darin wird der Bürgermeister Josef Kutrovatz auf die Bekrittelungen eingehen.