Mattersburger Michael Ulrich ist die „Stimme“ des Ministers

Am 6. Dezember wurde Magnus Brunner als Finanzminister angelobt. Seine Öffentlichkeitsarbeit wird vom Mattersburger Michael Ulrich geleitet.

Erstellt am 16. Dezember 2021 | 05:39
Lesezeit: 2 Min
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Im Dialog. Michael Ulrich (r.) wechselte im April dieses Jahres als Leiter der Kommunikation der ÖVP Wien zu Magnus Brunner (l.).
Foto: Andy Wenzel

Einhergehend mit dem Rücktritt von Bundeskanzler Sebastian Kurz wurden bei der ÖVP auch mehrere Minister ausgetauscht. Im Finanzministerium hat nun der Vorarlberger Magnus Brunner das Sagen, dessen Pressesprecher ist der Michael Ulrich. Der Mattersburger ist seit 2008 bei der ÖVP oder der Wirtschaftskammer in der Öffentlichkeitsarbeit tätig. Von der Wiener Volkspartei als Pressechef wechselte er vor rund einem Jahr zu Brunner. „Es hat einfach gepasst“, so Ulrich über seinen Wechsel zu Brunner, der damals als Staatssekretär fungierte.

Die „Beförderung“ von Brunner und somit jene auch von Ulrich ging sehr schnell. „Magnus Brunner hat es in der Nacht vom Freitag (Anm.: 3. Dezember erfahren), Tags darauf kam bereits das Angebot von ihm, auch weiter als sein Pressesprecher zu fungieren, das ich natürlich angenommen habe“, berichtet Ulrich.

Rasch wurde vom Sitz des Kanzleramtes in der Radetzky-straße in die Johannesstraße übersiedelt, wo sich das Finanzministerium befindet, übersiedelt.

Mit der neuen Funktion von Brunner hat sich auch der Personalstand seines Teams vergrößert. „Dieser hat sich mehr als verdoppelt. Als Staatssekretär hatte er etwas weniger als zehn Leute in seinem Team, nun sind es mehr als 20“, so Ulrich. Er selbst ist Leiter der Presseabteilung, mit zwei weiteren Personen sorgt er für die Öffentlichkeitsarbeit. „Die ersten Tage waren sehr intensiv. Am 6. Dezember fand die Angelobung statt, tags darauf war ich mit Brunner bereits in Brüssel bei der ‚Eco-Fin‘, dem monatlichen Treffen der Finanzminister“. Nach der Änderung kehrt bei Ulrichs Arbeit schön langsam wieder etwas Regelbetrieb ein. Natürlich ist Flexibilität gefragt, eine „Grundstruktur“ hat sich mittlerweile eingespielt: „Zwischen sieben und acht Uhr gibt es im Presse-Team ein digitales Update, vor neun Uhr hören wir uns, am Vormittag wird mit den Journalisten telefoniert und am Nachmittag gibt es bereits die Vorbereitungen für den Tag darauf. Natürlich gibt es immer wieder Abend-Termine.“ Den Minister beschreibt er wie folgt: „Er ist kein Showman, sondern Sachpolitiker. Er diskutiert mit dir auf Augenhöhe und nimmt auch einiges an. Durch seinen Berufsweg bringt er auch viel Kompetenz im Finanzbereich mit.“ Brunner ist ein Vorarlberger. „600 Kilometer und der Dialekt trennen uns, aber mittlerweile sind wir ein gut eingespieltes Team“, schmunzelt Ulrich.

Neben seinen beruflichen Tätigkeiten ist Ulrich auch als Kommunalpolitiker in der ÖVP seit Jahren verankert. Er fungierte einige Jahre als Mattersburger Vizebürgermeister, aktuell übt er die Funktion des Gemeinderates aus.