Kulturzentrum Mattersburg: Bauarbeiten gehen ins Finale

Die Umbauarbeiten beim Kulturzentrum Mattersburg (KUZ) sind trotz Coronapandemie im Plan. Die Fertigstellung des Großprojekts ist für den Jahreswechsel geplant, der Probebetrieb soll im Frühjahr 2022 starten. Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner (beide SPÖ) besichtigten die Baustelle am Dienstag mit Architekt Michael Ogertschnig von Holodeck architects.

Erstellt am 06. Juli 2021 | 10:38
KUZ Mattersburg
Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (r.), Mattersburgs Bürgermeisterin Ingrid Salamon, Landtagsabgeordnete Claudia Schlag und Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner (v.r.) mit Architekt Michael Ogertschnig vor dem Kulturzentrum Mattersburg.
 
Foto: Landesmedienservice Burgenland

"Uns ist nach etlichen Jahren der Diskussion 2018 ein neuer Anlauf für dieses Projekt gelungen, indem wir auch die Zukunft des Landesarchivs und der Landesbibliothek in die Planung einbezogen haben", erklärte Doskozil. Die Stadt werde dadurch zu einer Außenstelle der Landesverwaltung und die Region bekomme ein neues Veranstaltungszentrum. Für das Projekt sind laut Angaben seines Büros rund 20 Mio. Euro brutto veranschlagt.

KUZ Mattersburg
Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (3.v.r.) und Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner ließen sich durch die Baustelle des KUZ Mattersburg führen.
Landesmedienservice Burgenland

Das Kulturzentrum werde auf 4.750 Quadratmetern Wissenschaft, Bildung und Kultur mit dem Schwerpunkt Literatur an einem Ort versammeln. Es umfasst die Kulturbetriebe Burgenland, das Landesarchiv mit Büros, die Landesbibliothek, das Literaturhaus, die Volkshochschule und ein multifunktionales Foyer. Der Veranstaltungssaal werde eine Besucherkapazität von 410 Personen aufweisen, insgesamt hat das Gebäude Platz für 700 Besucher.

Die Räumlichkeiten wurden für Mehrfachnutzungen konzipiert, erklärte Ogertschnig. So verfüge der künftige Veranstaltungssaal etwa über eine flexible Bühne, die einfach aus dem Raum transportiert werden kann. Für das Landesarchiv wurde über den Saal ein Geschoß mit Betonfachwerk gelegt. Der Lehmputz soll für die richtige Klimatisierung sorgen. Im neuen, offen gestalteten Foyer wiederum ist laut Hannes Wager von den Landesimmobilien Burgenland (LIB) eine Pyramidenkonstruktion als "Eyecatcher" geplant.

KUZ Mattersburg
Architekt Michael Ogertschnig (2.v.r.) erläutert Landtagsabgeordneten Claudia Schlag, Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und Hans Wager von Landesimmobilien Burgenland (v.l.) den zukünftigen Lesesaal.
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Auch den Vorgaben des Denkmalschutzes für das im Stil des Brutalismus errichtete Gebäude werde entsprochen. Mahagoni-Holzfenster aus 1976 finden ebenfalls Verwendung. Das KUZ Mattersburg wurde 2014 aufgrund baulicher Mängel geschlossen, danach folgten jahrelange Diskussionen. Unter Doskozil als Kulturreferent wurde das Projekt neu aufgesetzt.