Integration: Gemeinde nun ein Jahr bei „Flügge“. Die Gemeinde Hirm ist seit einem Jahr beim Projekt „Flüchtlinge in Gesellschaft und Gemeinden“ dabei und hat einiges erreicht.

Von Julia Gabler. Erstellt am 29. Dezember 2017 (04:17)
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Integration ist mehr. Beim Projekt „FLÜGGE“ geht es nicht ausschließlich um Flüchtlinge, sondern um die „gemeinsame Gestaltung der Gemeinde“, erklärt Projektleiterin Susi Khalil. „Die Menschen sollen zusammengebracht werden, egal woher sie kommen, jeder ist gleichwertig“, führt sie weiter aus. Auslöser für das Projekt war die starke Polarisierung der Gesellschaft, als die vielen Flüchtlinge nach Österreich kamen. In Hirm wurde im Rahmen dieses Projektes ein Sportfest des gesunden Dorfes veranstaltet. Die Kinder zeigten voller Einsatz beim Völkerball Turnier. Foto: zVg
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Seit etwa einem Jahr ist die Gemeinde Hirm Teil des „Flügge“-Projektes, an dem noch zwei weitere österreichische Gemeinden beteiligt sind. Rückblickend auf das Jahr 2017 wurde einiges erreicht.

Projekt mit Aktivitäten in der Gemeinde querverbunden

Christian Wöhl, Koordinator des Projektes in Hirm, erklärt: „In dem Projekt geht es eigentlich nur teilweise um Flüchtlinge. Das Hauptaugenmerk liegt auf der gesamten Integration in der Dorfgemeinde, also auch die Integration von „Zuagrasten“, Jugendlichen und den älteren Einwohnern.“

In Hirm wurde das Projekt mit Aktivitäten in der Gemeinde querverbunden. Unter anderem wurde ein eigener Verein, der ASKÖ Mamanet Hirm, auf die Beine gestellt. Hier spielen vorwiegend Frauen die Sportart „Cachibol“. „Der Verein ist schon so bekannt, dass auch in einigen anderen Gemeinden ähnliche Vereine entstanden sind“, erzählt Wöhl stolz.

Auch das Gesunde-Dorf-Fest im Frühling war ein großer Erfolg. „Alle Altersschichten wurden dazu angeregt, miteinander Sport zu machen. Das Fest wird es auf jeden Fall nächstes Jahr wieder geben“, so Wöhl. Zudem fanden einige Kabarettabende statt, für die es ebenfalls im Jahr 2018 schon Termine gibt.

„Wir haben euch einige neue Ideen für 2018, wie das „Essbare Dorf“. Dahinter steckt, dass auf Grünflächen statt Gras z.B. Himbeeren angebaut werden, die dann für alle frei zur Entnahme sind. „Hintergrund dabei ist natürlich, dass die Leute dann beim Himbeersammeln zusammen kommen“, so Wöhl.