Kleine und größere Bauarbeiten am Badesee in Neudörfl. Kleine und größere Bauarbeiten am Badesee sorgen dafür, dass seine Attraktivität für die Besucher ständig steigt.

Von Christian Artner. Erstellt am 29. Juni 2019 (03:10)
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Der Badesee in Neudörfl, bei dem 1983 zum ersten Mal der Badebetrieb aufgenommen wurde, bietet für viele Neudörfler und Besucher aus der nahen Umgebung in den heißen Sommermonaten wohltuende Abkühlung. Heuer werden diverse Bauarbeiten durchgeführt, die mit Kosten von etwa 100.000 Euro veranschlagt werden.
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An heißen Tagen komme es schon manchmal vor, dass eine blaue Fahne aufgezogen wird, ein Signal dafür, dass der Badesee sein Besuchermaximum erreicht hat, erklärt Bürgermeister Dieter Posch. 800 Tageskarten wurden dann bereits verkauft: „Um zu gewährleisten, dass nicht der eine auf dem anderen liegt und die Wasserqualität aufrecht erhalten bleibt.“

Der Badesee in Neudörfl ist ein kleines Naturparadies, so Posch. Damit auch die Infrastruktur rund um dieses Paradies mit diesem selbst konform geht und es ausnahmslos für alle zugänglich ist und jeglichen Anforderungen entspricht, führt die Gemeinde jährlich kleinere und größere Arbeiten durch. „Dieses Jahr bauen wir eine behindertengerechte WC-Anlage samt Dusche“, berichtet Posch.

Im Eingangsbereich wird Gebäude saniert

Darüber hinaus wird ein zusätzlicher Abstellraum für Streckbetten errichtet. „Das ist kein Folterinstrument, sondern eine Art Campingbett, das man dreimal zusammenklappen kann. Damit die Badegäste es nicht täglich mitschleppen müssen, bieten wir einen Service an, um diese Streckbetten aufzubewahren.“ Eine kleine Kammer dafür gab es zwar bisher schon. Der Stauraum dafür soll aber an die steigende Nachfrage angepasst werden. Schließlich wird auch das Gebäude beim Eingangsbereich, bestehend aus Werkstatt, WC und Duschen saniert sowie ein neuer Traktorunterstandplatz für den Rasenmähertraktor entstehen. „Das Gebäude ist schon ungefähr dreißig Jahre alt. Durch die Sanierung soll es wieder für die nächsten dreißig Jahre halten.“

Zu Saisonbeginn sollten die Arbeiten fertig sein

Auf etwas über 100.000 Euro beziffert der Bürgermeister die Ausgaben für all die anstehenden Arbeiten. „Der Plan war, dass wir damit schon zu Saisonbeginn fertig sein sollten. Aber offensichtlich ist die Bauwirtschaft so gut ausgelastet, dass sich das unter Umständen bis in den Herbst hineinzieht.“

Der Grundwassersee befindet sich im Eigentum der Familie Esterházy. In den 1970er Jahren wurden dort noch Schotter abgebaut. 1983 wurde offiziell der Badebetrieb aufgenommen. Vor etwa dreißig Jahren hat die Gemeinde Neudörfl das Grundstück gepachtet und kultiviert. „Vor fünf oder sechs Jahren, konnte ich mit Stefan Ottrubay, dem Genraldirektor der Esterházy-Betriebe, und mit anderen Verhandlungspartnern eine sehr langfristige Verlängerung des Pachtvertrages erreichen“, zeigt sich Posch zufrieden mit der Entwicklung.

Worüber Posch ebenfalls sehr glücklich ist und was er als ein Alleinstellungsmerkmal des Neudörfler Badesees im Vergleich zu anderen Seen sieht, ist der Zugang zur gesamten Liegefläche für die breite Öffentlichkeit: „Es gibt zwar Miethäuser, aber die gesamte Liegefläche, auch vor den Häusern, ist für jedermann nutzbar. Wenn man sich den Neufelder See ansieht, dann sind ca. 90 Prozent davon abgezäunt und nur privat zugänglich. Bei uns ist alles für die Öffentlichkeit.“

Im Nachhinein ist der Ortsschef auch froh darüber, dass Neudörfl in den 1960er nicht beim Schwimmbadförderprogramm mit gemacht hat. „Die Gemeinden, die ein Schwimmbad zu erhalten haben, tun mir schon etwas leid. Immer gibt es neue Auflagen für Zu- und Umbauten. Etliche Schwimmbäder wurden bereits geschlossen oder werden nur mehr als verkleinertes Becken angeboten. Wir mit unserem Naturparadies haben schon bessere Karten.“ Dieblaue Fahne an manchen Tagen scheint ihm dabei recht zu geben.