Neues DAC-Weingebiet in der Rosalia

Unter dem Namen Rosalia DAC und Rosalia DAC Reserve sowie unter Rosalia DAC Rosé werden künftig regionstypische, reinsortig verifizierte Weine angeboten.

Helga Ostermayer
Helga Ostermayer Erstellt am 26. April 2018 | 05:03
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Neuer Obmann. Anton Piribauer vom gleichnamigen Weingut in Neudörfl ist Kopf des neu zu gründenden Vereines DAC Rosalia.
Foto: BVZ, zVg

Die ehemalige Großlage „Rosalia“ südlich des Leithagebirges wird zu Österreichs nächstem DAC-Weinbaugebiet. Auf 297 Hektar Rebfläche entstehen im Bezirk künftig regionstypische „Rosalia DAC“ und „Rosalia DAC Reserve“-Rotweine sowie eigenständige Rosé-Weine unter der Bezeichnung „Rosalia DAC Rosé“.

Bläufränkisch, Zweigelt und Rosé

Die gebietstypischen Rebsorten Blaufränkisch und Zweigelt dürfen auf Basis der nun unterzeichneten DAC-Verordnung rückwirkend ab dem Jahrgang 2017 reinsortig zu Rosalia DAC vinifiziert werden, sofern die Weine einen Alkoholgehalt von mindestens 12 Prozent vol., sowie einen Restzuckergehalt von höchstens vier Gramm pro Liter aufweisen.

Der Ausbau muss im Stahltank oder Holzfass erfolgen, die Weine sollen ein vielschichtiges und regionstypisches Bukett sowie einen finessenreichen, fruchtigen und würzigen Geschmack aufweisen.

Erst ab der Stufe Rosalia DAC Reserve ist die Angabe einer Riede auf dem Etikett zulässig. Betreffend Alkoholgehalt gelten hier die allgemeinen gesetzlichen Bestimmungen für die Bezeichnung „Reserve“, er muss also mindestens 13 Prozent vol. betragen. Die zweite Kategorie der Verordnung bildet Rosalia DAC Rosé. Dieser muss aus einer oder mehreren roten Qualitätsweinrebsorten vinifiziert werden. Die Angabe einer Rebsorte auf dem Etikett ist nicht erlaubt, jedoch jene einer Riedenbezeichnung. Trocken im Stahltank oder Holzfass ausgebaut, ist Rosalia DAC Rosé durch sein Bukett nach roten Beeren und einen frischen, fruchtigen und würzigen Geschmack charakterisiert.

Demnächst wird ein Verein gegründet, der das Weinbaugebiet Rosalia, dem derzeit zehn Winzer angehören, verwaltet. Anton Piribauer, zukünftiger Obmann des neuen DAC-Gebietes, das die Vinum Rosalia ablösen wird, spricht über die Beweggründe: „Im gesamten Burgenland gibt es schon DAC-Weingebiete. Nachdem nun auch unser kleines Gebiet als ein solches ausgewiesen ist, haben wir nun auch ganz andere Möglichkeiten, gemeinsam mit der Wein Burgenland den Bekanntheitsgrad und die Qualität unseres Weinbaugebietes zu fördern.“ Der Neo-Obmann wünscht sich, dass noch maßgeblich mehr Winzer aus der Region dem Verein beitreten werden.

Das Weinbaugebiet Rosalia verdankt seinen Namen dem Rosaliengebirge, das sich an der niederösterreichisch-burgenländischen Landesgrenze auf bis zu 750 m erhebt.