Volksschule Mattersburg lehrt friedvolles Miteinander. An der Volksschule Mattersburg wird Friedenserziehung und wertschätzender Umgang gelernt.

Von Helga Ostermayer. Erstellt am 29. Dezember 2017 (05:06)
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Friedens- und Miteinander-Fest. Im Turnsaal der Volksschule Mattersburg präsentierten vor Weihnachten Lehrerinnen und Schüler ihre Aufführungen. Am Foto: Michaela Renner und Martina Handler-Kögl.
BVZ

Schüler aus verschiedenen Herkunftsländern und mit verschiedenen Kulturen besuchen die Volksschule Mattersburg. Friedenserziehung und der wertschätzende und respektvolle Umgang miteinander sind Werte, die an der Schule im Leitbild verankert und gelebt werden.

„Implementiert den Integrationsgedanken“

Um der „sozialen Arbeit“ mehr Professionalität verleihen zu können und neue Inputs zu bekommen, begannen die zwei Klassenlehrerinnen Martina Handler-Kögl (Klasse 4b) und Michaela Renner (Klasse 2c) im Vorjahr an der Pädagogischen Hochschule mit dem Lehrgang „Friedenserziehung“. Der Schwerpunkt eines friedvollen Miteinanders wird in vielen Unterrichtseinheiten in ihren beiden Klassen, aber auch in stufenübergreifenden Projekten in allen anderen Klassen sichtbar gelebt.

„Als Schulleiterin bin ich sehr stolz auf dieses Projekt und die Arbeit unserer Lehrerinnen. Das zieht Kreise und implementiert so den Integrationsgedanken in allen unseren 13 Klassen mit etwa 280 Schülern, die dieses Gedankengut auch heim in ihre Familien tragen. Integration heißt für uns Integration im Sinne des dynamischen Prozesses des Zusammenwachsens“, so die stolze Direktorin Rafaela Strauss.

Bewusst wird an der Schule das Thema Integration nicht mit dem Thema Migration gleichgesetzt. „Integration ist für uns alle wichtig – ganz gleich, welcher Herkunft und welcher Religion jeder angehört. Das bunte Miteinander macht uns zu dem, was wir sind: eine vielfältige Schule, die diese Vielfalt gerne lebt und diese als wunderbare Bereicherung sieht“, fährt die Schulleiterin fort.

Miteinander der Kulturen funktioniert

Kurz vor Weihnachten luden die Schüler der 2c und 4b zu einem stimmungsvollen „Miteinander-Fest“ für alle Schüler und Eltern in den Turnsaal ein. Dabei wurde anschaulich demonstriert, wie toll das Miteinander von vielen Kulturen funktionieren kann.

„Für ein Begegnen mit einem Du ist zunächst die Selbstwahrnehmung wichtig. Daher wurde in den beiden Projekt-Klassen das Programm „Eigenständig werden“ erarbeitet. Schwerpunkt dabei ist, die sozialen und persönlichen Fähigkeiten der Schüler zu stärken, denn selbstbewusste Kinder, die eine positive Einstellung zu sich haben, die Konflikte durch Verhandeln lösen können, die ihre Gefühle und Bedürfnisse richtig einschätzen, können sich bewusst gegen Drogen und für eine gesunde Lebensweise entscheiden. Dieses Projekt hat einen fixen Platz im Wochenplan. Um all ihre Gedanken, Überlegungen und Eindrücke festzuhalten, führen die Kinder ein ‚Ich bin einmalig‘-Heft“, erzählt Strauss.