Herbert Schütz tritt bei der Nationalratswahl an. Der ehemalige FPÖ-Bezirkschef kandidiert im Nordburgenland als Spitzenkandidat für die Freie Liste Burgenland.

Von Sandra Koeune. Erstellt am 23. August 2017 (11:25)
Wahl. Der Rohrbacher Herbert Schütz tritt bei den Gemeinderatswahlen und bei den Nationalratswahlen an.
zVg

Vor Kurzem wurde die Kandidaten-Liste zur Nationalratswahl im Oktober im Burgenland abgegeben. Neu dabei ist die Freie Liste Burgenland. Diese wird von FPS-Klubchef und Salzburger Landesparteichef Karl Schnell sowie der neu gegründeten Freie Liste Österreich unterstützt.

Mit der Kandidatur im Burgenland tritt die Freie Liste Österreich in allen neun Bundesländern in allen Landes- und Regionalwahlkreisen an. Als Spitzenkandidat für das Nordburgenland tritt Herbert Schütz an, Manfred Kölly hingegen als Spitzenkandidat für das Südburgenland.

Seine politische Tätigkeit begann Schütz im Jahr 2012. Damals kandidierte er bei den Gemeinderatswahlen für die FPÖ in Rohrbach und wurde Gemeinderat. Ein Jahr später wurde er Mattersburger Bezirksparteiobmann und trat 2015 als Spitzenkandidat für die Landtagswahl im Bezirk an.

Im Juli 2015 kam es zu Auseinandersetzungen mit der FPÖ und Schütz wurde wegen parteischädigendem Verhalten aus der Partei ausgeschlossen (die BVZ berichtete).

"Für eine Koalition kaufen lassen"

„Es war eine erfolgreiche Zusammenarbeit bis 2015, allerdings stand die FPÖ nicht zu ihren Werten und hat sich für eine Koalition kaufen lassen“, erklärt der Politiker rückblickend.

Bei den Gemeinderatswahlen tritt Schütz für die Liste „Wir für Rohrbach“ unter dem Spitzenkandidaten Robert Kutrowatz an. Hier ist Schütz auf Nummer sieben gereiht: „Wir haben uns entschlossen, neuere Kandidaten vorzureihen. Ich hatte eigentlich geplant, nur in der Kommunalpolitik tätig zu sein. Dies änderte sich jedoch, als Karl Schnell mit mir in Kontakt trat.“

Die Freie Liste Burgenland versteht sich als unabhängige Bürgerliste ohne Klubzwang. „Unsere Eckpunkte sind: Direkte Demokratie, Zuwanderungsstopp und eine kritische EU-Haltung“, erklärt Schütz. Demnach werden die Hauptthemen nicht nur eine verbindliche Volksabstimmung zu allen Gesetzesinitiativen mit mehr als 100.000 Unterschriften, sondern vor allem auch das direkte Korrektiv der Bürger sein.