Mattersburg: „Fahrplan“ für Bachdecke

Bis Ende August sollen die Arbeiten in der Degengasse abgeschlossen sein, Ende Oktober der Bereich vom Brunnenplatz bis zum Rathaus. Bachgasse soll April 2022 fertig sein.

Erstellt am 08. Juli 2021 | 06:43
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Aktuell werden Bauarbeiten in der Gustav Degengasse (links) durchgeführt. Die Zufahrt in Richtung Rathaus ist nur über eine Spur möglich (rechts).
Foto: Vogler

Seit vergangenem Jahr wird die Bachdeckensanierung durchgeführt. Die Erneuerung war notwendig geworden, da die alte Abdeckung aus dem Jahre 1950 stammt und für den KFZ-Verkehr nicht mehr sicher ist. Die Kosten für die Sanierung belaufen sich auf 4,3 Millionen Euro, welche die Gemeinde gemeinsam mit dem Land Burgenland trägt.

Aktuell wird in der Gustav Degengasse vom Veranstaltungsplatz weg bis zur Kreuzung gearbeitet, wobei die Einfahrt in die Judengasse nur mit einer Spur befahrbar ist. Die Einfahrt in Richtung Rathaus ist ebenso nur über eine Spur passierbar. „Diese oder Anfang nächste Woche wird die Decke der Degengasse fertig gemacht, dann wird die Decke isoliert und asphaltiert. Wenn dies abgeschlossen ist, kommt eine Ampelregelung Kreuzung Bahnstraße / Judengasse“, berichtet Bauhofleiter Günther Dorner. Die Einfahrt zur Judengasse mittels Ampelregelung nur mit einer Spur passierbar sein.

Laut Bauphasenplan der Landesregierung werden die Arbeiten in der Gustav Degengasse bis Ende August – sofern es zu keinen unerwarteten Starkregenereignissen mit Hochwasser kommt – abgeschlossen sein. „Es kann sein, dass im September noch kleinere Arbeiten wie das Anbringen von Randsteinen notwendig sein werden, dies kommt auf den Baufortschritt an. Provisorisch wird die Degengasse befahrbar sein“, so Dorner.

Im September will man dann auch mit dem „Objekt 08026“ - der Kreuzung Judengasse / Bahnstraße fertig sein, mit Ende Oktober sollen auch die Bauarbeiten vom Brunnenplatz weg bis zum Ende der Bachdecke abgeschlossen sein. Parallel dazu, und zwar Anfang Oktober, werden die Arbeiten in der Bachgasse aufgenommen, laut Plan werden diese Ende April 2022 abgeschlossen sein.

Aufgrund der Baustelle in der Innenstadt fallen einige Parkplätze weg. „Die Bachdeckensanierung muss durchgeführt werden, aufgrund der Arbeiten fallen nun Parkplätze weg. Seit einige Wochen besteht beim ehemaligen Florianihof-Parkplatz jedoch die Möglichkeit, zwei Stunden kostenlos zu parken. Und auch im ‚Kremser-Gassl‘ kann man ohne Gebühr parken“, so Salamon.

Zum Bachbett gibt es Kritik von FPÖ-Klubobmann Hans Tschürtz. „Während das Bachbett der Wulka seitens der Gemeinde grob vernachlässigt wird, nimmt die Stadtführung der Innenstadt mit einer neuen Öffnung der Bachdecke Freiflächen am Veranstaltungsplatz weg. Zu behaupten, es werde das Gewässer für die Bewohner wieder sichtbar gemacht, ist angesichts des Zustandes der bestehenden Wulka-Öffnung eine unglaublich scheinheilige Argumentation für das Projekt“, so Tschürtz. Ortschefin Salamon entgegnet, dass „man grundsätzlich nicht auf jede Äußerung einer Person etwas antworten. Dennoch: Wir jammern, dass alles zubetoniert wird und dass wir keine Freiflächen haben und somit der Natur etwas schlechtes tun. Wenn ich alles abmähe, gibt es keine Wildkräuter. Diese sind zum Beispiel wichtig für Hummeln, um den Blütenstaub weiter zu geben.