Pfarrer in drei Gemeinden. Durch den Abgang des Schattendorfer Pfarrers Gregor Grzanka wird Josef Giefing in Zukunft in den Pfarrgemeinden Rohrbach, Marz und Schattendorf Seelsorge leisten.

Von Christian Artner. Erstellt am 18. August 2019 (03:20)
zVg
Pfarrer Josef Giefing übernimmt die Pfarre in Schattendorf.

Pfarrer Gregor Grzanka wird nach 10-jähriger Tätigkeit als Seelsorger die Pfarre Schattendorf verlassen. Am Sonntag feierte er seine letzte Heilige Messe. Sein Nachfolger ist Pfarrer Mag. Josef M. Giefing, der in den Pfarrgemeinden Rohrbach und Marz seit 2006 für die Seelsorge verantwortlich ist. Sein neues Amt wird er mit 1. September übernehmen. Ihm zur Seite gestellt wird ein Pfarrvikar sein, mit dem sich Pfarrer Giefing die anstehende Aufgaben teilen wird, letzter ist allerdings hauptverantwortlich.

Dass ein Pfarrer in mehreren Pfarrgemeinden gleichzeitig tätig ist, ist durchaus üblich. Da sich immer weniger Menschen in den Dienst Gottes als Priester stellen, ist eine solche Zusammenlegung von Pfarren in Seelsorgeräumen notwendig. „Sinn und Zweck dieser Seelsorgeräume ist es aber auch, dass die Menschen erkennen, dass die Kirche nicht alleine Sache des Pfarrers ist, sondern dass alle gemeinsam die Kirche bilden und mit Leben erfüllen müssen. Alle Getauften und Gefirmten sollen mitarbeiten, damit das Evangelium gelebt und verbreitet wird.“

Bei der Priesterweihe, die Giefing 1986 erhielt, kann jeder frisch geweihte Priester ein Bibelzitat wählen, das ihn fortan auf seinem Weg leiten soll. Der 59-Jährige nahm eine Stelle aus der Apostelgeschichte: „Aber ich will mit keinem Wort mein Leben wichtig nehmen, wenn ich nur meinen Lauf vollende und den Dienst erfülle, der mir von Jesus, dem Herrn, übertragen wurde: das Evangelium von der Gnade Gottes zu bezeugen.“

„Ich kann Gutes weitergeben, weil ich mir selbst nicht das Wichtigste bin"

Wenn der Mensch sich selbst in den Mittelpunkt stelle, so Giefing, kann dies nichts Gutes zur Folge haben. Ist dagegen Gott das Zentrum, könne man auf seine Mitmenschen einwirken. „Ich kann Gutes weitergeben, weil ich mir selbst nicht das Wichtigste bin, sondern die Botschaft Gottes: Liebe und Nächstenliebe.“ Seine Überzeugung ist: „Auch wenn der Sänger ein ums andere Mal schlecht sein mag, das Lied ist gut, die Botschaft der Bibel ist großartig.“

Ein hervorstechendes Merkmal von Giefing, das jedoch zeit- und witterungsabhängig ist, ist sein voller, weißer Rauschebart. „Momentan ist er allerdings abrasiert. Wenn es zu heiß wird, kommt er weg.“ Ein Bartwachstumsziel hat er sich aber schon im Kalender markiert: den Nikolaustag. „Ich trete nämlich immer in Kindergärten und Schulen als Nikolaus auf.“