Gemeinden vernetzen sich. Die Gemeinden Wiesen, Bad Sauerbrunn, Pöttsching und Sigleß schließen sich zusammen, um Besuchern ein Kultur- und Freizeitprogramm anzubieten.

Von Matea Nikolic. Erstellt am 29. März 2019 (04:47)
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Vor einem Jahr fand die Auftaktveranstaltung statt. Bis circa 2022 soll das Projekt fertiggestellt werden.
Kurpost Bad Sauerbrunn

Vier Gemeinden – ein Projekt. Nach dem erfolgreichen Dorferneuerungsprojekt in den Jahren 2011 bis 2013, bei dem sich die Gemeinden Bad Sauerbrunn und Pöttsching zusammenschlossen, folgt nun ein weiteres Vorhaben, bei dem vier Gemeinden aus dem Burgenland an einem Strang ziehen werden.

Unter Leitung von Projektkoordinator Josef Trummer wurde das Konzept vor circa einem Jahr ins Leben gerufen. „Mit ungefähr 123.000 Nächtigungen im Jahr bewirtschaftet die Kurgemeinde Bad Sauerbrunn den größten Teil der Besucher im Bezirk Mattersburg. Da stellten wir uns die Frage, wie wir die vielen Gäste über die Jahre hinweg in der Region behalten können“, erklärt Projektbegleiter Josef Trummer.

Diese Frage war der Startschuss des neuen Projektes, bei dem ursprünglich sechs Gemeinden mitgewirkt hätten. „Da sich Neudörfl nicht entschließen konnte und Forchtenstein zu diesem Zeitpunkt viele andere Projekte geplant hatte, werden wir unser neues Vorhaben mit den Gemeinden Wiesen, Bad Sauerbrunn, Pöttsching und Sigleß ausführen. Die Kooperation ist jedoch für alle interessierten Gemeinden offen“, erzählt Trummer.

Die Idee ist es, Bad Sauerbrunns umliegende Gemeinden zusammenzuschließen und somit den Besuchern ein langes, facettenreiches Freizeitprogramm, welches von Radfahrwegen bis hin zu verschiedenen Sport- und Kulinarikangeboten in den Gemeinden reicht, anbieten zu können. Nach dem Ausbau der Infrastruktur sollen die jeweiligen Ortschaften mit Fahrrädern, Segways oder zu Fuß erreichbar sein, um nicht mit dem Auto fahren zu müssen.

"Wir haben uns das Ziel gesetzt, unter anderem den Kurgästen in den Sparten ,Kunst, Kultur und Gewerbe‘ ein ausgeweitetes Freizeitprogramm anzubieten"

Sigleß zeigte an diesem Projekt sofort Interesse. „Wir haben uns das Ziel gesetzt, unter anderem den Kurgästen in den Sparten ,Kunst, Kultur und Gewerbe‘ ein ausgeweitetes Freizeitprogramm anzubieten. Dazu haben wir neben anderen bereits mit den Gastronomen des Heurigenlokals Glauber und des Lokals ,Joe‘s Pub‘ Gespräche geführt. Wenn sie dem Projekt beitreten und für die Besucher eventuell kulinarische Abendprogramme planen, würden alle davon profitieren“, so Vize Ulrike Kitzinger.

Auch Bürgermeister Josef Kutrovatz sieht genügend Potenzial in der Ortschaft, das es nun auszuschöpfen gilt: „Die Gemeinde Sigleß ist sehr engagiert. Mit unserem Bewegungspark, dem Freibad und unserem Volleyballplatz könnten wir viele sportbegeisterte Gäste heranziehen.

Die Gemeinde hätte also viel zu bieten. Unser Ziel ist es jetzt, die vorhandenen Kulturprojekte regional zu nutzen.“ Projektkoordinator Josef Trummer ist optimistisch: „Sigleß ist intensiv bei der Sache. Sie sind bereits an Gastronomen und jegliche Vereine herangetreten. Man merkt, dass die Gemeinde hier wirklich dahintersteht und auf jeden Fall zusammenarbeiten möchte.“