Neudörfler waren mit dem Rad unterwegs

Jedes Jahr setzen sich einige Neudörfler auf ihre Räder und fahren gemeinsam durch die Lande, heuer ging es nach Lichtenwörth. ARBÖ und Kinderfreunde organisieren.

Erstellt am 16. August 2020 | 05:12
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Das ARBÖ-Team Neudörfl. Vorne v.l.n.r.: Christian Harden, Obmann Christoph Fink und Hans Jörg Taubenschuss. Hinten: Robert Ollram, Reinhard Fuchshuber, Martin Giefing und Josef Giefing.
Foto: zVg

„Es war an der Grenze“, sagt Christoph Fink. Ein typisches Radfahrwetter war der letzte Samstag mit brennender Hitze dann doch nicht, als sich rund 35 tapfere Radlerinnen und Radler zum alljährlichen Familienradwandertag des ARBÖ und der Kinderfreunde Neudörfl aufmachten. „Wir haben aber im Vorfeld darauf geachtet, genügend Wasser und sonstige Utensilien mitzunehmen, durch beschattetes Gebiet zu fahren und machten auch zwei anstatt wie sonst üblich nur eine Pause.“ Fink ist seit Oktober 2014 Obmann des ARBÖ Neudörfl, dieses „wundervollen Vereins“, und weiß somit bestens Bescheid, worauf es bei solchen Radtouren ankommt.

Das Ziel heuer war letztendlich dasselbe wie jedes Jahr, nämlich wieder heil und unversehrt zum Ausgangspunkt in Neudörfl zurückzukommen, wo nachmittags gestartet wurde. Da aber bekanntlich auch der Weg das Ziel ist, ging es über den Nadelburg- und Au-Radweg in Richtung Zillingdorf und von dort weiter nach Lichtenwörth. „Im Gesamten haben wir 16 Kilometer zurückgelegt und dafür ungefähr – mit den Pausen – drei Stunden gebraucht“, hat Fink vor dem Start sowohl den Tachometer als auch die Stoppuhr eingestellt, wobei es nicht darauf ankommt, Bestzeiten abzuliefern, sondern die Naturlandschaft zu genießen, sich ein wenig sportlich zu betätigen und das gemeinsam mit anderen zu tun.

„Die meisten fahren noch mit Muskelkraft“

„Natürlich setzt man dann in Gesellschaft auch ungeahnte Kräfte frei und unterstützt sich gegenseitig“, weiß Fink, der neben seiner Obmannfunktion beim ARBÖ auch Gemeindevorstand ist, „das macht auch einen Teil dessen aus, was den Familienradwandertag so einzigartig macht.“ Denn auch Familien und Kinder sind immer wieder viele dabei. „Heuer waren bestimmt die Hälfte Kinder und Jugendliche. Das freut uns ganz besonders.“ Eigens kindergerecht müssen die Routen, die vom begeisterten Radfahrer und Langzeitmitglied Hans Jörg Taubenschuss schon seit Jahren geplant werden, deshalb aber nicht gestaltet werden. „Wir achten zwar darauf, aber letztendlich radeln uns die Jüngsten in der Runde meistens sowieso davon“, gesteht Fink und das trotz elektrischer Antriebsunterstützung bei manch einem Teilnehmer. „Die meisten fahren natürlich noch mit Muskelkraft, aber Elektrofahrräder nehmen ständig zu.“ Fink fährt ebenfalls schon elektrisch, wie er sagt.

Abgesehen davon, dass der eine oder die andere beim jährlichen Fixtermin im ARBÖ-Kalender stolz das neue E-Bike präsentiert, hat sich heuer aufgrund der etwas anderen Vorzeichen im Vergleich zu den letzten Jahren nicht allzu viel verändert. „Wir haben zwar im Vorfeld viel darüber diskutiert, aber weil die Veranstaltung im Freien stattfand und wir sie auch gemäß den Verordnungen der Bundesregierung durchführen durften, haben wir nicht groß überlegt, sie abzusagen.“

Abgeschlossen wurde der Ausflug beim Heurigen Steiger in Neudörfl, wo Geist und Körper wieder gestärkt wurden. „Wir möchten uns bei allen Teilnehmern für die tolle Ausfahrt und das gemütliche Beisammensein bedanken und freuen uns bereits jetzt auf den Familienradwandertag im nächsten Jahr“, sagt Christoph Fink.

So lange muss allerdings nicht auf das nächste Radfahr-Event gewartet werden. „Bereits am 23. August findet die Staatsmeisterschaft im Radfahren im Bezirk Mattersburg statt, die auch der ARBÖ tatkräftig unterstützt.“