Finale Phase beim Tierschutzvolksbegehren. Unterschriftensammlung - Mehr als 2.750 Unterschriften gibt es bereits im Burgenland, österreichweit fehlen weniger als 20.000.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 04. Juni 2020 (11:35)
Heimische Landwirtschaft. Regionalität und Transparenz sind in Bezug auf Lebensmittel immer wichtiger. Viele lehnen Billigimporte und Lebend-Exporte ab und ordern eine Stärkung der tier- und klimafreundlichen Landwirtschaft. Bis 29. Juni kann man das Tierschutzvolksbegehren noch unterschreiben.
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Das Tierschutzvolksbegehren ist mit Anfang Juni in seine finale Phase gestartet. Ursprünglich wollte man bis Jahresende über Zusammenhänge von Tierwohl, Umweltschutz und Ernährung informieren, den Dialog fördern und Unterstützungserklärungen sammeln.

Die Coronakrise zwang die Initiatoren jedoch zu einer Abkürzung. Nun beschränkt man sich auf die Erreichung der 100.000 Unterschriften, die für eine verpflichtende parlamentarische Behandlung nötig sind. Weniger als 20.000 fehlen dazu bundesweit noch.

Viele Stimmen im Burgenland

Setzt sich für das Tierwohl ein. Eva Maria Fliedl koordiniert das Tierschutzvolksbegehren im Burgenland.
zVg

Alleine im Burgenland konnten schon über 2.500 Unterstützungserklärungen gesammelt werden, in fast allen 171 burgenländischen Gemeinden wurde bereits unterschrieben. Damit zählt das Bundesland zu den stärksten Regionen. Persönlichkeiten wie ORF-Moderatorin Barbara Karlich, Kabarettistin Angelika Niedetzky oder Biobloom-Chefin Elisabeth Denk gehören zu den Unterstützern der Initiative im Burgenland. Gemeinsam möchte man nun einen starken Beitrag dazu leisten, bis Ende Juni die nötige Anzahl zu erreichen.

Trend zu Regionalität und Transparenz

„Gerade im Burgenland ist ein starker Trend zu mehr Regionalität spürbar, immer mehr Menschen wollen wissen, woher ihr Essen kommt. Sie lehnen ausländische Billigimporte genauso ab wie die elenden Lebend-Exporte in Tiertransportern oder den Einkauf von Tierqualprodukten mit Steuergeld. Und sie fordern eine Stärkung der tier- und klimafreundlichen heimischen Landwirtschaft“, so Eva Maria Fliedl, burgenländische Länderkoordinatorin des Tierschutzvolksbegehrens. „Diese Forderungen wollen wir in die Politik tragen. Dafür werden mein Team und ich in den nächsten Wochen noch einmal mobilisieren. Jede Unterschrift ist ein starkes Zeichen für mehr Tierwohl und gegen Massentierhaltung.“

Bis inklusive 29. Juni 2020 kann auf jedem Gemeindeamt in ganz Österreich, unabhängig vom eigenen Wohnort, und online mit Handysignatur eine Unterstützungserklärung abgegeben werden. Von 22. bis 29. Juni findet zusätzlich eine allgemeine Eintragungswoche statt, in der die Ämter länger offen haben und auch am Samstag und Sonntag unterschrieben werden kann. Alle Infos gibt es unter www.tierschutzvolksbegehren.at.

Volksbegehren

Im Burgenland haben derzeit mehr als 2.750 Personen unterschrieben. Die grobe Anzahl der Unterstützer und Unterstützerinnen nach Bezirken:

  • Eisenstadt: 150
  • Eisenstadt-Umgebung: 500
  • Güssing: 200
  • Jennersdorf: 140
  • Mattersburg: 50
  • Neusiedl am See: 500
  • Oberpullendorf: 300
  • Oberwart: 550
  • Rust: 20