Schmidt: „Ich freue mich sehr, da zu sein“. Mattersburgs neuer Trainer Klaus Schmidt hat seinen ersten offiziellen Arbeitstag absolviert. Was dabei augenscheinlich ist: die allgemeine Zuversicht bei der zuletzt verunsichert wirkenden Mannschaft des SVM.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 28. August 2018 (20:41)
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SVM
Klaus Schmidt am Dienstagnachmittag beim ersten Training als SVM-Chefcoach. 
Bernhard Fenz

Am Vormittag die offizielle Bestätigung des Engagements, zu Mittag ein erstes Kennenlernen der Infrastruktur beim Pappelstadion, um 16 Uhr dann erstes Training mit seiner neuen Mannschaft am Gelände der Fußballakademie: Klaus Schmidt ist als Neo-Trainer des SV Mattersburg angekommen.

Bevor die Kicker des SVM am Platz die ersten Schweißperlen verloren, plauderte der 50-jährige Steirer noch über seine nun erste Fußball-Station im Burgenland. Davor war er zuletzt unter anderem in Vorarlberg bei Altach als Chefcoach aktiv, nun soll er den sportlich schwächelnden SVM wieder auf Vordermann bringen. „Schon als Trainer habe ich immer sehr intensive Spiele gegen Mattersburg miterlebt, mich aber auswärts auch immer wohlgefühlt hier. Das ist ein sympathischer Verein. Ich freue mich sehr, da zu sein.“

Bereits im Winter der Saison 2013/2014 stand er knapp vor einer Unterzeichnung als Coach, damals entschied sich dann Klubchef Martin Pucher für Ivo Vastic. „Ich hätte das zu diesem Zeitpunkt sehr gerne gemacht. Umso überraschter war ich, dass jetzt wieder der Anruf gekommen ist.“

„Wäre klasse, einmal im neuen Austria-Stadion als Trainer dabei zu sein …“

Diesmal ging der Deal über die Bühne. Und so bereitet der Akademiker seine neue Truppe aktuell bereits auf das nächste Meisterschaftsspiel vor. Am Samstag geht es um 17 Uhr auswärts gegen die Austria in der neuen Generali-Arena zur Sache.

Schmidt: „Vor drei, vier Wochen bin ich als arbeitsloser Trainer mit meiner Familie dort vorbeigefahren und habe gesagt, es wäre klasse, einmal im neuen Austria-Stadion bei einem Spiel als Betreuer dabei zu sein.“ Da dachte der Steirer sicher noch nicht daran, dass sich diese Gedanken so rasch realisieren lassen.

Zeitnah wird Schmidt nun als Mattersburg-Chefcoach im neuen violetten Hexenkessel sein neues Team betreuen. Assistiert wird er künftig von Martin Baier (der bereits unter Gerald Baumgartner tätig war), aber auch Amateure-Trainer Markus Schmidt (vergangenen Sonntag beim 0:0 in der Südstadt gegen die Admira interimistisch Chef) soll bis auf weiteres als Assistent das Betreuerteam verstärken.

Ziel: Rasches Kennenlernen – und am Platz möglichst gleich überraschen

Primär gelte es für Neo-Trainer Schmidt einmal, die Mannschaft kennenzulernen (einige Kicker wie unter anderem Patrick Salomon, Michi Lercher, Rene Renner, Daniel Kerschbaumer oder Mario Grgic hatte er bereits als Coach unter seinen Fittichen) und bei der Austria eine gute Figur abzugeben.

Die Stimmung beim ersten Training war jedenfalls gut, die Zuversicht bei der zuletzt verunsicherten Truppe scheint augenscheinlich zu steigen. Gut so vor dem schweren Gang zur Austria: „Natürlich wollen wir am Samstag überraschen, so oder so haben wir aufgrund der Länderspielpause aber dann im Anschluss zwei Wochen Zeit zur intensiven Arbeit vor den weiteren Aufgaben.“

Schließlich gilt es, in der Zwölferliga – Mattersburg ist derzeit nur Neunter mit vier Punkten – nicht den Anschluss zu verlieren. „Hinten geht es verdammt eng zu. Da wollen wir rauskommen, optimalerweise brauchst du da einen Lauf.“ Den gelte es nun mit der täglichen Trainingsarbeit unter dem neuen Chefcoach heraufzubeschwören.

Apropos neu: Auch zumindest ein neuer Stürmer soll zeitnah verpflichtet werden. Zudem haben die Burgenländer – aufgrund des verletzungsbedingten Ausfalls von Zweiergoalie Tino Casali (Mittelhandknochenbruch) - die Fühler nach einem Tormann ausgestreckt. Am Freitag um 24 Uhr endet die Transferzeit, bis dahin sollen Nägel mit Köpfen gemacht werden  - auch wenn in weiterer Folge sehr wohl noch die Möglichkeit besteht, vertragslose Profis zu engagieren. „Natürlich gibt es Möglichkeiten. Die müssen wir uns jetzt rasch ansehen und dann entscheiden.“