Lokalaugenschein: Trauer um Opfer. Die BVZ war mit vier Redakteurinnen und Redakteuren im Einsatz um über das Tötungsdelikt in Rohrbach zu berichten. Wir haben Stimmen von Rohrbachern, Polizei und Staatsanwaltschaft eingeholt. Hier sind die wichtigsten Fakten, die wir über das Opfer in Erfahrung bringen konnten.

Von Markus Wagentristl und Richard Vogler. Erstellt am 13. November 2018 (18:30)
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Mord in Rohrbach: Der Tatort
BVZ

Was war passiert?

Am 10. November, in der Nacht auf Martini, wurde eine 75-jährige Rohrbacherin von einem nur rund 200 Meter entfernt lebenden Rohrbacher niedergestochen. Bevor sie ihren Verletzungen erlag, konnte sie noch per Notruf den Namen des Täters nennen (die BVZ hat berichtet - Updates dazu hier). Der 31-Jährige ist geständig und während gestern bereits Details zu seiner Person bekannt wurden (siehe BVZ Lokalaugenschein), widmen wir uns heute der Frage:

Wer war das Opfer?

Die 75-jährige Rohrbacherin, wird als eher zurückgezogen beschrieben:

„Sie hat ihren kranken Mann gepflegt. Da bleibt nicht viel Zeit, um aus dem Haus zu gehen. Sie war auch bei keinem Verein oder in einer Pensionistenorganisation aktiv“ (Bürgermeister Günter Schmidt)

Bei Befragungen in Rohrbach trat ein weiteres tragisches Detail aus dem Leben des Opfers zu Tage: Erst vor ein paar Jahren verlor sie ihren Sohn durch einen Schlaganfall.

Bis Redaktionsschluss versuchten wir noch eine weitere Frage zu klären:

Wie geht es jetzt weiter?

Die Staatsanwaltschaft Eisenstadt hat bereits einen Antrag auf Untersuchungshaft gestellt. Zu Redaktionsschluss befand sich der mutmaßliche Täter noch in polizeilicher Gewahrsam. Sobald er in die Justizanstalt eingeliefert wird, läuft der Antrag auf Untersuchungshaft. Danach hat die zuständige Haftprüfungsrichterin 48 Stunden Zeit, um zu entscheiden, ob der 31-Jährige in Untersuchungshaft genommen wird oder nicht. Dass er in U-Haft genommen wird, davon geht die Staatsanwaltschaft jedenfalls aus und verrät:

„Er wir wegen Verdacht auf Mord angeklagt werden.“ (Staatsanwalt Roland Koch)

Wie die geschockten Rohrbacher sowie die Arbeitskollegen des Täters reagierten, erfahren Sie morgen in der BVZ und auf BVZ.at