Weinlese beginnt früher als sonst. Die Winzer hoffen noch auf ein wenig Regen, damit der Jahrgang 2018 ganz besonders edel wird.

Von Martin Plattensteiner. Erstellt am 17. August 2018 (05:10)
BVZ
Diese Weintrauben auf einem Feld in Pöttelsdorf warten darauf in einen köstlichen Rebensaft verwandelt zu werden.

Eine Umfrage unter den Topwinzern ergibt einen optimistischen Blick in die Zukunft. Falls die Wetterlage so bleibt, wird in Hinsicht der Qualität ein guter Jahrgang erwartet. Auch bei der Quantität verheißt der Blick auf die nächsten Wochen Gutes. Die Weinlese wird deshalb schon bald starten können.

Weiße Trauben werden zuerst gelesen

Mario Migsich vom gleichnamigen Weingut Migsich in Antau erzählt: „Wir werden bereits Ende August mit der Ernte beginnen, die Ende Oktober abgeschlossen ist.“ Gestartet wird mit den Jungweinen Grüner Veltliner, Welschriesling und Chardonnay. „Heuer ist noch alles drinnen, nur ein wenig Regen wäre nicht schlecht. 2015 war ein ganz toller Jahrgang, vielleicht kommen wir dort noch hin“, wünscht sich Migsich.

Ausschlaggebend ist neben einer guten Wetterlage besonders die Weiterverarbeitung, welche zu 100 Prozent funktionieren muss. Positiv war, dass „kein Frost und kein Hagel aufgetreten sind und die Rebstöcke nicht beschädiget wurden.“

Rotweine versprechen hohe Qualität

Herbert Lassl vom Weingut Lassl in Sigleß beginnt ebenfalls Ende August mit der Weinlese. Der Winzer betont, dass „der Frucht- und Säuregehalt nicht auseinanderdriften darf.“ Der Betrieb legt auf eine schonende Weinlese Wert. Lassl führt weiter aus: „Bei den Rotweinen erhoffe ich mir eine super Qualität, während die Quantität eher einen durchschnittlichen Jahrgang entspricht.“ Als Erntehelfer setzt Herbert Lassl auf ein altbewährtes Team.

Thomas Schandl, Geschäftsführer der Domaine Pöttelsdorf, wird in der zweiten Septemberwoche mit der Lese starten. Dies geschieht, weil „bei uns der Rotwein den Großteil der Trauben ausmacht. Der Anteil an Weißwein macht bei uns etwa ein Prozent aus und wird nebenbei gelesen.“ Der Rotweinsektor entwickele sich bis jetzt sehr gut. „Für einen Spitzenjahrgang sollten keine Wetterextreme auftreten, die heuer zum Glück ausblieben“, so Schandl.